Mit Fukushima Water sorgt ein Berliner Startup aktuell für Furore in der Medienwelt. Es handelt sich den Angaben der Gründer Kenzi Benabdallah, Stefan Wittemann und Florian Tscharf zufolge um einen neuartigen Energy-Drink, der 30 Prozent mehr Energie liefern soll als herkömmliche Drinks wie RedBull oder auch Kaffee. Hauptsächlich sind die kleinen Glasfläschchen mit radioaktivem Wasser aus Fukushima befüllt.


Fukushima Wasser
Fukushima Water (Bild: Screenshot fukushimawater.com)

Fukushima ist noch nicht abgehakt

Was zunächst nach einem ziemlich schlechten Witz klingt, ist ein ernst zunehmendes Thema. Schließlich wollen Kenzi Benabdallah, Stefan Wittemann und Florian Tscharf mit dem neuen Getränk und der damit einhergehenden Video- und Online-Kampagne auf die nach wie vor in Fukushima herrschende Missstände aufmerksam machen, die seit der Umweltkatastrophe im Jahr 2011 bestehen. Unverändert fließen Unmengen von verseuchtem Wasser von dem Ort Fukushima in den Pazifischen Ozean. Die Betreiber des AKW-Fukushima verzeichneten eigenen Berichten zufolge bereits Fortschritte bei der Stilllegung des Katastrophenreaktors, aufgrund der hohen Strahlenwerte um die Reaktoren herum ist eine umfangreiche Säuberung allerdings nach wie vor nicht möglich. Der Betreiber Tepco gab zuletzt bekannt noch weitere 40 Jahre zu benötigen um die Arbeiten zum Abschluss bringen zu können.

Mit der aktuellen Kampagne möchte die „Erfinder“ des Fukushima-Water Tepco zu einer transparenteren Informationspolitik bewegen. Wie viel verseuchtes Wasser aktuell noch in den Pazifischen Ozean fließt ist bisher unklar. Tepco hält sich mit Informationen ziemlich stark zurück. Und genau das ist auch der Kernpunkt. Kenzi Benabdallah und Stefan Wittemann haben mit Absicht ein derart absurdes Produkt gewählt um größtmögliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Bisher sei das Feedback durchaus positiver Natur. Auch in Japan findet die Kampagne Anklang.


Video Kampgane „Fukushima Water“

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