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Funktionierendes Fahrrad aus recycelter Pappe für unter 8 Euro

Obwohl ihm Ingenieure gesagt haben es sei unmöglich, setzte der Designer Glora Kariv seine Vision vom Papp-Fahrrad im Izhar Projekt in die Tat um. Er schuf ein Fahrrad aus recycelter Pappe, das tatsächlich fahren kann. Das Beste an dem Fahrrad sind aber wohl die entstehenden Kosten, denn diese liegen unter 8,- Euro.

Papp-Fahrrad für unter 8 Euro

Papp-Fahrrad für unter 8 Euro

Zu dieser Idee inspiriert wurde der Designer von einem Mann, der ein Kanu aus Pappe herstellte. Da Kariv allerdings eine Leidenschaft für Fahrräder und Recycling hegt, begab er sich auf den Weg, ein funktionierendes Fahrrad aus Karton zu schaffen.

Video erklärt die Idee und das Papp-Fahrrad

Geheimnis der Stabilität ist das Falten der Pappe

Das Fahrrad aus recycelter Pappe ist dabei erstaunlicherweise so stabil das Es eine Person von bis zu 150 Kilogramm tragen kann. Selbst Feuchtigkeit und Wasser machen dem vom Designer Kariv gefertigten Papp-Fahrrad nichts aus. Bis er zu seinem endgültigen Modell kam, hat der Designer diverse Versuche mit unterschiedlichen Konstruktionen machen müssen. Das Geheimnis, das sich hinter der Stabilität des Papp-Fahrrades verbirgt ist, dass die Pappe in einer speziellen Art gefaltet wird. Der Designer selbst vergleicht das Falten seiner Pappen mit Origami.

Geringe Kosten – geringer Endpreis

Wenn man bedenkt, das die Materialkosten um die 8 Euro betragen, so sieht der Designer enormes Potenzial in seinem Papp-Fahrrad. Wenn man zudem bedenkt, dass die Lohnkosten bei der Herstellung nicht allzu hoch sind, könnten diese Fahrräder zu einem Endpreis von rund 50,- Euro an die Verbraucher abgegeben werden. Teurer würden die Modelle nur, wenn die Nutzer besondere Wünsche zur Ausstattung hätten. Gerade in Gegenden, in denen viele Fahrräder gestohlen werden würde sich die Anschaffung eines Papp-Fahrrades sicherlich lohnen, da bei einem Diebstahl der Verlust nicht so hoch wäre. Ob sich auf diese Art auch Pedelecs oder E-Bikes herstellen lassen, wurde nicht verlautet.

Quelle & Bild

1 Kommentar

  1. Ich habe mir jetzt einen Tag lang Gedanken gemacht, weil es mir richtig gut gefallen hat.

    Im original Artikel geht es darum, daß diese Räder angeblich so umweltfreundlich und nachhaltig sind. Dem widerspreche ich, denn auch ein normales Rad aus Stahl wurde recycelt. Wir recyceln Stahl seit Ewigkeiten. Auf der anderen Seite jedoch wird ein Papp-Rahmen sicher nicht so lange halten wie einer aus Stahl. Spätestens wenn etwas vom Lack abspringt und Feuchtigkeit eindringt ist es aus mit der Pappe. Falls nicht, will ich gar nicht wissen womit sie behandelt wurde.

    Der zweite Punkt ist: Aus was sind die Lager? Radlager, Tretlager (heute falsch bezeichnet als Innenlager), usw.? Und wie lange halten diese Lager?

    Der dritte Punkt: Wenn ich mir anschaue, daß die Bremsen auf lackierte Pappe greifen… da brauch ich keine 100 km bis ich durch bin. Ist wohl eher was für Genußfahrer die nicht bremsen und mehr schieben und rollen.

    Ohne es gefahren zu sein: Das ist ein Wegwerf-Fahrrad. Jedes Jahr ein Neues und jedes Jahr mehr Mist. Und wer trennt den Lack von der Pappe um diese zu recyceln? Niemand. Es wird verbrannt werden. Bei einem Stahl-Rad wird der Stahl wiederum recycelt.

    Trotzdem: Respeckt, daß er es probiert hat. Ein tolles Projekt.

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