Die US-Lebensmittelbehörde FDA möchte, dass die als gesundheitsgefährdend eingestuften Transfette innerhalb der nächsten drei Jahre komplett aus den Nahrungsmitteln verschwinden. Bei Transfetten handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren, die auch als gehärtete Fette oder gehärtete Öle bekannt sind. Mit dem Verbot der schädlichen Fette wird eine Abnahme koronarer Herzkrankheiten erwartet. Zudem sollen jährlich tausende tödliche Herzattacken vermieden werden. Die gefährlichen Fette befinden sich in Backwaren, Kartoffelchips, Fertiggerichten, Fast Food und frittierten Speisen. Transfette begünstigen Übergewicht, steigern das Herzinfarktrisiko und erhöhen zudem auch das Risiko für Depressionen.


Burger

Was sind Transfette?


Bei Transfetten handelt es sich um künstlich gehärtete Fette, die unter anderem beim industriellen Härten von Ölen entstehen. Der Körper kann Transfette nicht verarbeiten, daher gelten diese als noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren.

Transfette gefährden die Herzgesundheit

Obwohl der Verzehr von Transfetten in den USA abgenommen hat, werden die Grenzwerte von Vielen regelmäßig noch überschritten. Die Lebensmittelbehörde will nun die Notbremse ziehen. Innerhalb von drei Jahren sollen Lebensmittelhersteller Transfette komplett aus ihren Produkten entfernen. „Das Vorgehen der FDA gegen diese bedeutende Quelle künstlicher Transfette zeigt das Engagement der Behörde für die Herzgesundheit aller Amerikaner“, so FDA-Chef Stephan Ostroff. Bereits 2013 erklärte die FDA, dass die beim Härten von Pflanzenöl entstehenden Transfette nicht als „grundsätzlich sicherer Bestandteil“ für Lebensmittel angesehen werden kann. Schon damals wurde ein Prozess eingeleitet, der zunächst die Reduzierung von Transfetten herbeiführen sollte.

In Deutschland gibt es nicht einmal Grenzwerte

Aufgrund der Risiken, die von Transfetten ausgehen, wurde in den USA und auch in Dänemark ein Grenzwert für Lebensmittel vorgegeben. In Deutschland fehlt ein solcher Grenzwert bisher. Im Rahmen einer repräsentativen Studie haben Ernährungswissenschaftler aus Jena herausgefunden, dass bei jedem zweiten geprüften Produkt der skandinavische Grenzwert für Transfette überschritten wurde. Das ist zunächst jedoch nicht problematisch, sofern die betroffenen Nahrungsmittel nicht täglich verzehrt werden. Aufgrund der Fülle, der Produkte die betroffen sind, ist das jedoch gar nicht so einfach. Da es in Deutschland keinen Grenzwert für Transfette gibt, gibt es im Umkehrschluss auch keine Kennzeichnungspflicht seitens der Hersteller. Für die Verbraucher ist es daher nur erschwert möglich die schädlichen Fette zu entlarven. Die Zutatenlisten der Produkte gilt es daher nach Bezeichnungen wie „gehärtete Fette und Öle“ oder „Pflanzenfett gehärtet“ zu untersuchen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt aufgrund der gesundheitlichen Risiken, das bei der täglichen Nahrungsenergie maximal ein Prozent in der Form von Transfettsäuren aufgenommen werden sollte. Bei einem erwachsenen Mann entspricht das 2,6 Gramm. Je nachdem welche Fette verwendet werden, enthalten schon 100 Gramm Kartoffelchips bis zu 7 Gramm Transfette. „Wenn man sich jedoch vollwertig ernährt und die richtigen Produkte auswählt, also überwiegend Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Nudeln, Reis, Kartoffeln sowie fettarme Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, dann sind Transfettsäuren kein relevanter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten“, betont Antje Gahl, Pressesprecherin der DGE gegenüber T-Online.

Liste mit Nahrungsmittel die Transfette enthalten

  • Backwaren wie Plunderteilchen und Croissants aus Blätterteig
  • Fertiggerichte, Fast Food, frittierte Speisen
  • Kartoffelchips (bis zu 7 Gramm Transfette bei 100 Gramm)
  • Pommes (bis zu 10 Gramm Transfette bei einer durchschnittlichen Portion)
  • Kekse und Trockensuppen
  • Fette Brotaufstriche und Nuss-Nougat-Creme (Nutella beinhaltet fast keine Transfette mehr)

Quelle: Treehugger

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.