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Gehirnscan kann frühzeitig Hinweise auf Depressionen geben

Für Depressionen gilt das selbe wie für die meisten anderen Erkrankungen auch: Je früher sie entdeckt werden, desto leichter fällt die anschließende Behandlung. Am besten wäre es daher, die Krankheit schon diagnostizieren zu können, bevor sie überhaupt ausbricht. Forscher der Northwestern University arbeiten daher bereits seit einiger Zeit an einem Bluttest zum Nachweis von Depressionen. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology verfolgen aktuell das selbe Ziel, wählten aber einen anderen Ansatz. Sie nutzten Gehirnscans, um die Durchblutung des Gehirns zu erkennen und so Rückschlüsse auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Gehirnteilen zu ziehen. Dabei entdeckten sie Besonderheiten, die auf eine Anfälligkeit für Depressionen hindeuten könnten.

Ein Forscher wertet einen Gehirnscan aus. Foto: By NIMH [Public domain], via Wikimedia Commons

Ein Forscher wertet einen Gehirnscan aus. Foto: By NIMH [Public domain], via Wikimedia Commons

Gehrinscans wiesen bei Kindern mit hoher Anfälligkeit Besonderheiten auf

Untersucht wurden dabei insgesamt 43 Kinder im Alter zwischen acht und vierzehn Jahren. Insgesamt siebenundzwanzig dieser Kinder galten dabei als besonders anfällig für Depressionen, weil es in der Familie bereits zu einem gehäuften Auftreten der Krankheit gekommen ist. Die Forscher stellten dabei fest, dass die Gehirnscans dieser Kinder typische Gemeinsamkeiten aufwiesen. So war beispielsweise die Durchblutung der Gehirnteile, die für Emotionen zuständig waren, übermäßig stark ausgeprägt. Die Forscher konnten daher alleine mit Hilfe der Gehirnscans, Rückschlüsse darauf ziehen, ob jemand eine besondere Anfälligkeit für Depressionen besaß. Auf lange Sicht könnte mit Hilfe dieser Erkenntnisse eine Art Frühtest auf Depressionen entwickelt werden.

Auch andere Faktoren spielen bei der Krankheit eine Rolle

Allerdings spielen bei der Entwicklung von Depressionen verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben den persönlichen Anlagen im Gehirn spielen beispielsweise auch genetische, biologische, psychologische und sonstige Umwelteinflüsse eine Rolle. Die Forscher müssen daher noch herausfinden, ob die Gehirnscans tatsächlich den späteren Ausbruch der Krankheit oder nur eine erhöhte Anfälligkeit dafür prognostizieren können. Zudem hoffen die Wissenschaftler durch eine genauere Analyse der Kommunikation zwischen den einzelnen Gehirnteilen, neue Erkenntnisse über Entstehung und Entwicklung der Krankheit zu erhalten. Diese könnten dann beispielsweise zu neuen und effektiveren Behandlungsansätzen führen.

Via: Popsci

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