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Gemeinsame Forschungsinitiative: Frankreich und die USA helfen Japan bei den Aufräumarbeiten in Fukushima

Inzwischen ist die Nuklearkatastrophe von Fukushima bereits mehr als fünf Jahre her und die Aufräumarbeiten haben angefangen. Die japanische Regierung geht dabei davon aus, dass die Arbeiten noch mindestens vierzig Jahre in Anspruch nehmen werden. Eines der größten Probleme dabei: Die Entsorgung der geschmolzenen Brennstäbe. Denn bisher existiert keine Technologie mit der diese gefahrlos entfernt und entsorgt werden können. In Tschernobyl wurde das Kraftwerk daher einfach mit einer riesigen Betonhülle überzogen – ein Vorgehen, was in Japan als politisch nicht akzeptabel gilt. Die japanische Regierung hat daher nun gemeinsam mit den Fachbehörden Frankreichs und der USA ein Projekt gestartet, um Technologien zur Entsorgung der Brennstäbe zu entwickeln.

By Digital Globe [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

By Digital Globe [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Das Ziel: Ab 2021 soll mit der endgültigen Stilllegung begonnen werden

Konkret handelt es sich dabei um eine Partnerschaft zwischen dem japanischen Wissenschaftsministerium, dem US-Energieministerium und der französischen National Research Agency. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, bereits im Jahr 2021 mit der Stilllegung des Kraftwerks beginnen zu können. Es handelt sich bei dem Projekt um die erste von der Regierung initiierte internationale Grundlagenforschung mit Bezug auf Fukushima. Der Kraftwerksbetreiber Tepco allerdings hatte auch zuvor schon internationale Experten und Konzerne um Hilfe gebeten. Die japanische Regierung hat inzwischen zudem einen Fonds aufgelegt, der Forschungsarbeiten fördern soll, die bei der Stilllegung des Atomkraftwerks helfen könnten. Dieser hat ein Volumen von rund 26 Millionen Dollar.

Japans Regierung setzt auch weiterhin auf die Atomenergie

Die internationale Zusammenarbeit mit den USA und Frankreich ist ein erstes Produkt dieser Regierungsinitiative. Konkret planen die Vereinigten Staaten Lösungen zu entwickeln, um hochradioaktive Materialien behandeln und sicher abbauen zu können. Frankreich hingegen möchte Robotertechnologien entwickeln, die von außen gesteuert werden können und die radioaktive Strahlung unbeschadet überstehen. Für die japanische Regierung ist es dabei wichtig, regelmäßig Fortschritte bei der Stillegung des Kraftwerks vermelden zu können. Auf diese Weise soll die Skepsis in der Bevölkerung gegenüber der Atomkraft gemildert werden. Denn Ministerpräsident Abe plant auch weiterhin auf Atomkraft zu setzen, um Japan mit Energie zu versorgen.

Via: DigitalJournal

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