Erdölraffinerien sind in der Regel bereits von weitem sichtbar. Dies liegt nicht zuletzt an den weit in den Himmel ragenden Fackelanlagen, in denen überschüssiges Gas verbrannt wird. Die dabei genutzte Technik ist vergleichsweise simpel, muss aber regelmäßig und genau gewartet werden. Denn kommt es in der Fackelanlage zu einer Explosion, hätte das fatale Folgen für die ganze Raffinerie und die darin arbeitenden Menschen. Die Inspektion ist allerdings auch jedes Mal mit sehr viel Aufwand verbunden. Denn zunächst muss die Produktion heruntergefahren werden. Anschließend muss gewartet werden bis die Anlage abgekühlt ist, bevor ein Team von Technikern losgeschickt wird, das nach fehlerhaftem Material und anderen Problemstellen Ausschau hält. Dies ist ein zeitraubender Vorgang, der mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.


Credit: General Electric
Credit: General Electric

Die Wartungsqualität kann gesteigert werden

Das US-Unternehmen General Electric entwickelt gerade aber eine zeitsparende Alternative: Drohnen sollen die Inspektion übernehmen, sodass menschliche Mitarbeiter nur noch in den Fackelturm müssten, wenn tatsächlich ein Problem entdeckt wird. Die fliegenden Inspektionsroboter sollen dabei sowohl mit einer Kamera, als auch mit speziellen Sensoren ausgestattet sein. Den Angaben der beteiligten Ingenieure zufolge hätte der Einsatz von Drohnen grundsätzlich zwei Vorteile: Zum einen wird Zeit und Geld gespart. Zum anderen kann aber auch die Qualität der Wartung erhöht werden. So wäre es zukünftig beispielsweise möglich, dass sich mehrere Experten eine fragliche Stelle anschauen. Die Gefahr von Fehleinschätzungen wird so minimiert.

Die Technik wurde an fünf Anlagen erfolgreich getestet

Außerdem könnten die menschlichen Experten auch bei der Auswertung der Bilder auf technische Hilfe setzen. So ist es beispielsweise denkbar einen selbstlernenden Algorithmus zu nutzen, der die von den Drohnen gesendeten Videos und Daten selbstständig auswertet und bei einem Verdacht Alarm schlägt. Aktuell ist das Forschungsprojekt allerdings noch in der Pilotphase. An immerhin fünf Anlagen von General Electric konnten die beteiligten Forscher ihre Idee aber bereits umsetzen. Die dabei erzielten Resultate waren so ermutigend, dass die Forschung nun fortgesetzt und intensiviert werden soll. Drohnen zur Inspektion einzusetzen, ist dabei keine ganz neue Idee: Der Flugzeugbauer Airbus nutzt fliegende Inspekteure beispielsweise bereits im Rahmen der Qualitätskontrolle.


Via: Newatlas

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