Der CRISPR/Cas9-Prozess hat in letzter Zeit für aufsehenerregende Fortschritte gesorgt. Wissenschaftler brachten Zellen mit CRISPR dazu, eine Art Log in ihrer DNA anzulegen, leisteten einen wichtigen Beitrag zur Heilung der Sichelzellen-Anämie und entwickeln aktuell neue Behandlungsmethoden für Krebs. Theoretisch ist es mit der Gene-Editing-Methode auch möglich, ausgestorbene Tierarten wieder „zum Leben zu erwecken“. Im Falle des Wollmammuts könnte dies in den nächsten zwei Jahren Realität werden.


Bild: Mammoth, Geoff Peters, Flickr, CC BY-SA 2.0

Die Wiederbelebung des Mammuts

Umsetzen wollen dies Professor George Church und sein Team von der Harvard University. Die Wissenschaftler haben die DNA von gefrorenen Mammuts untersucht, die in der Arktis gefunden wurden. Sie suchten dabei nach Genen, die die Mammuts von Elefanten unterschieden.

Es gibt eine Vielzahl an Elefanten-Arten, die aktuell massiv vom Aussterben bedroht sind. Das Team versucht deshalb, die Mammut-DNA in das Genom eines Elefanten zu splicen, um eine Art Mammut-Elefanten-Hybrid zu erschaffen. Das Ziel ist es, eines Tages einen Hybrid-Embryo in einer künstlichen Gebärmutter wachsen zu lassen.


Our aim is to produce a hybrid elephant/mammoth embryo. Actually, it would be more like an elephant with a number of mammoth traits. We’re not there yet, but it could happen in a couple of years„, so Professor Church.

Ziel ist die Rettung des Asiatischen Elefanten

Sollte das Team Erfolg haben, könnte die Technologie auch bei anderen Tierarten eingesetzt werden, die vom Aussterben bedroht sind. „One can also use this technology for engineering the DNA of rapidly declining species or those that are becoming too inbred to increase their chance of survival„, erläutert Dr. Edze Westra von der University of Exeter.

Mit dem Mammut-Projekt möchte das Team von Professor Church nicht nur den Asiatischen Elefanten vor dem Aussterben bewahren, sondern auch gegen globale Erwärmung vorgehen. Die Tiere sind ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems in ihrem Lebensraum und tragen zu einem gleichmäßigen Pflanzenwachstum bei.

Das Projekt ist es in jedem Fall wert, weiter verfolgt zu werden. Allein die Vorstellung, ein seit Jahrtausenden ausgestorbenes Tier zumindest teilweise wiederzuerwecken, wäre vor wenigen Jahren noch als Fantasie bezeichnet worden. Inzwischen ist es jedoch absolut im Bereich des Möglichen.

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