Es sollte ein Geschenk mit Symbolcharakter sein. Die christliche Lobbygruppe „Common Grace“ sammelte Geld und kaufte damit mehrere Solarmodule. Diese sollten dann auf dem Dach des Wohnhauses des Premierministers in Sidney installiert werden. Doch dieser Plan war nicht mit den zuständigen Behörden abgesprochen. Das zuständige Finanzministerium teilte der Organisation stattdessen mit, dass das Geschenk aus „Denkmalschutz-, Sicherheits- und Kostengründen“ nicht akzeptiert werden könne. Anstatt sich allerdings nach einem alternativen Platz für die Module umzusehen, beklagt „Common Grace“ nun das mangelnde Engagement der Regierung für Erneuerbare Energien.


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Sidneys Rathaus hat bereits Solarmodule

„Meine Sichtweise ist, dass die Zurückweisung der Solarmodule symbolisch ist, für das Versagen der Regierung in neue Energien zu investieren, obwohl 89 Prozent der Australier höhere Zielvorgaben befürworten“, erklärte Jody Lightfoot, Kampagnenmanager für „Common Grace“, seinen Standpunkt. Er verweist zudem auf weitere Prominente, die ebenfalls Solarmodule auf ihrem Dach montiert haben. So sind beispielsweise auch auf dem Rathaus in Sidney, sowie auf der „Sidney Theatre Company“ Solarmodule installiert. Er wies zudem den Vorwurf zurück, die Module würden hohe Unterhaltskosten verursachen. Diese müssten auch nicht gereinigt werden – dies erledige schon der Regen.


Politische Diskussion um Erneuerbare Energien

Dass diese Diskussion ausgerechnet jetzt in die Öffentlichkeit getragen wird, ist dabei keineswegs Zufall. Vielmehr verhandelt die australische Regierung bereits seit längerem mit der Opposition und der grünen Industrie über eine Senkung der Zielvorgaben für Erneuerbare Energien. Die Diskussionen stecken dabei seit längerem in einer Sackgasse. Offenbar soll nun der Druck auf die Regierung erhöht werden, vollständig auf die geplante Reduzierung zu verzichten. Premierminister Tony Abbot äußerte sich bisher nicht zu dem zurückgewiesenen Geschenk, ein Staatssekretär des Finanzministeriums ermunterte die Organisation allerdings einen alternativen Empfänger zu suchen.

Quelle: SMH

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