Glass Up Datenbrille
Glass Up Datenbrille (Bild: Glassup.net)

Sich wie ein Geheimagent Nachrichten direkt über die Brille vor die Augen projezieren zu lassen – das ist das Ziel von „Glass Up“ einer Datenbrille des italienischen Herstellers Si14 welche auf der CEBIT 2013 vorgestellt wurde.


Sie soll als ernstzunehmende Alternative zu Google Glass angesehen werden, ob sie jedoch mit dem Funktionsumfang mithalten kann den Google in seinen Google Glass Promotion-Videos zeigt bleibt abzuwarten. Auf die starken Augmented Reality Funktionen die bei Google Glasses immer wieder erwähnt werden wird z.B. bei Glass Up von Si14 wenig bis gar nicht hingewiesen.

Projektion erscheint wie 2 Meter vor einem

Im Gegensatz zur Google Glass Technologie wo die Informationen über ein Auge direkt auf dem Brillenglas sichtbar sind soll es bei Glass up so wirken, als würde der Text ca. 2 Meter vor einem in der Mitte des Blickfeldes stehen. Dies soll auf andere natürlicher wirken und die Augen gleichmäßiger belasten als ein einseitiges schielen auf Texte die direkt auf die Datenbrille projeziert werden.


Die Auflösung der Glass Up Brille beträgt zwar nur 320X240 Pixel, sei jedoch laut Chef und Gründer Francesco Giartosio im Golem Gespräch ausreichend um Textinformationen und Icons darzustellen. Ziel sei es ja nicht sich Filme über die Datenbrille anzusehen.

Die Technik hinter der Glass Up Datenbrille

Ein kleiner Projektor direkt an der Brille projeziert über Spiegel und Linsen die gewünschten Inhalte vor die Augen des Nutzers. Akku, Prozessor, Speicher und Bluetooth Funkchip sind direkt in das Brillengestell integriert und man muss keine Kabel zum Akku oder ähnliches mit sich herumschleppen.

Über Bluetooth 3.1 erhält die Datenbrille auch ihre Informationen. Einerseits werden dabei die Sensoren des Smartphones genutzt wie z.B. GPS, andererseits kann auch die Brille Infos übermitteln wie z.B. ein Beschleunigungssensor der die Blickrichtung an die App auf dem Smartphone weiterleiten kann.

Die Darstellung der Inhalte hat wie erwähnt eine eher geringe Auflösung und ist auch nicht mehrfarbig sondern eher orange.

Der Akku soll laut Hersteller ca. einen Tag im Normalbetrieb halten.

Um die Inhalte der Brille zu steuern – z.B. um zwischen Nachrichten, Tweets und Facebook hinundherzuschalten ist ein Touchpad im Gestell integriert. Auch hier unterscheided sich Glass Up von Google Glass, wo eher auf Sprachbefehle gesetzt wird.

Video: Glass Up Hands on auf der CEBIT 2013

Anwendungsgebiete für die Glass Up Datenbrille

Laut Si14 ist Google Glass z.B. in Kinos denkbar wo sich Zuseher individuelle Untertitel einblenden können oder auch als Navigationsgerät für Fußgänger, Motorradfahrer, etc. Auch Theater und Museen könnten über die Datenbrille zusatzinfos oder Untertitel an die Zuseher und Besucher weitergeben.

Si14 möchte ab September ihre Glass Up Datenbrille für ca. 300 Euro auf den Markt bringen. Dazu ist geplant ab April auf der Plattform Kickstarter ein Crowdfunding Projekt einzurichten um das benötigte Kapital für die Serienfertigung aufzutreiben.

Es werden auch Entwickler gesucht, die weitere Apps für Glass Up entwickeln um das Potential so umfangreich wie möglich auszunutzen.

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2 Kommentare

  1. Gregor Reichard

    8. März 2013 at 19:44

    Ab wann gibt es dieses Produkt zu kaufen und zu welchem Preis?

  2. Homepage

    30. April 2013 at 13:15

    Ich bin echt gespannt was da noch auf uns zukommt….Brille ersetzt Smartphone

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