Im Bootsbau gibt es normalerweise einen Zusammenhang zwischen Stabilität und Geschwindigkeit. Je schneller ein Schiff daher ist, desto schwieriger ist es, das Gefährt ruhig zu halten. Exemplarisch ist dies beim weltweit berühmtesten Segelwettbewerb dem America’s Cup zu sehen. Die aufgemotzten Katamarane dort sind auch von den beteiligten Weltklasseseglern nur schwer zu kontrollieren. Das britische Unternehmen Glider hat nun allerdings ein futuristisch anmutendes Modell vorgestellt, das beide Fähigkeiten miteinander verbinden soll. Der Super Sports 18 springt dabei von Welle zu Welle und kann auf diese Weise Geschwindigkeiten von bis zu 55 Knoten – oder 102 Stundenkilometern – erreichen. Gleichzeitig lässt sich das Boot aber auch so einfach steuern, dass an Bord problemlos Champagner getrunken werden kann.


Copyright: Glider
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Von Monaco nach St. Tropez in rund einer Stunde

Die rund achtzehn Meter lange Konstruktion bietet während der Fahrt Platz für vier Passagiere und einen Kapitän. Die hohen Geschwindigkeiten ermöglichen theoretisch ganz neue Reisemöglichkeiten: Die Fahrt zwischen St. Tropez und Monaco würde beispielsweise nur noch rund eine Stunde dauern. Die Glider SS18 könnte so auf einigen Jetset-Strecken sogar den Privatjet ersetzen. Die Yacht ist dabei so konzipiert, dass sie nicht nur bei flacher See, sondern auch bei stärkerem Wellengang mit Höchstgeschwindigkeit über die Meere rauschen kann. Die Glider SS18 ähnelt somit in vielen Bereichen eher einem Sportwagen für das Wasser als einem klassischen Boot.

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Noch schnellere Boote sind bereits in Planung

Möglich werden die hohen Geschwindigkeiten während der Fahrt durch insgesamt vier Unterwassermotoren. Diese müssen allerdings nicht alle auf einmal zugeschaltet werden. Wer beispielsweise im Hafen unterwegs ist oder ohne Zeitdruck ein bisschen über das Wasser schippern möchte, kann die Motorenzahl reduzieren und so den Verbrauch drosseln. Was der Glider Super Sports 18 kosten soll, wurde bisher noch nicht bekannt. Das Unternehmen hat aber bereits weiterreichende Pläne: Eine Hypersport Version des Wasserflitzers soll innerhalb von knapp vier Sekunden von null auf hundert beschleunigen und in der Spitze Geschwindigkeiten von bis zu 178 Stundenkilometern erreichen. Weitere spektakuläre Schnellboote sollen dann später ebenfalls noch folgen.


Via: Glider Yachts

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1 Kommentar

  1. Christian Krippenstapel

    12. September 2016 at 17:08

    Beeindruckend – aber nicht neu! Schon in den 1970er Jahren hat Felix Wankel mit seiner „Zisch-Serie“ das Konzept der „Autoboote“ vorgestellt, die ebenfalls durch Wellen fuhren und dadurch troz ihrer geringen Größe hochseetauglich waren.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gleitkufenboot

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