Überfischung ist ein globales Problem. Viele ehemals reiche Fischgründe sind schon heute beinahe komplett leer-gefischt. Die internationale Gemeinschaft hat sich daher auf ein Regelungswerk geeinigt, um eine dauerhafte und unumkehrbare Überfischung zu vermeiden. So soll sichergestellt werden, dass auch zukünftige Generationen noch Fische aus dem Ozean fangen können. Das Problem dabei: Illegale Fischer unterlaufen diese – ohnehin schon recht lockeren – Regelungen und werden nur selten erwischt.


Google Fischer
Global Fishing Watch Karte via Youtube Screenshot

Es handelt sich um ein klassisches Gefangendilemma. Halten sich alle Beteiligten an die vereinbarten Regeln, profitieren alle gemeinsam: Die Fischgründe können sich langsam erholen und bleiben dauerhaft erhalten. Brechen allerdings einige Schiffe regelmäßig die vereinbarten Regeln, entsteht ein Problem: Die Regelbrecher profitieren, während die ehrlichen Fischer in die Röhre schauen. Staatliche Verfolgung illegaler Fischerei ist daher zwingend notwendig, um die Akzeptanz der internationalen Vereinbarungen zu erhalten.

Echtzeitüberwachung aller Fischereiflotten

So ganz einfach ist diese Überwachung allerdings nicht. Immerhin sind die Ozeane riesig und nur schwer dauerhaft zu beobachten. Eine Kooperation zwischen Google und den gemeinnützigen Organisationen Oceana und Skytruth möchte diesem Zustand nun ein Ende bereiten: Die globale Fischereiflotte soll in Echtzeit überwacht werden. Diese Transparenz soll dafür sorgen, dass die illegale Fischerei abnimmt und vermehrt legal gefischt wird.


Zur Überwachung werden dabei zwei verschiedene Datenströme kombiniert. Einmal das „Automatic Identification System“ eine Art Schiffsradar, das eigentlich Zusammenstöße vermeiden soll. Hinzu kommen Satellitenbilder, die ausgewertet werden und mit deren Hilfe sich die Routen der Schiffe nachvollziehen lassen. Auf diese Weise entsteht eine interaktive Karte auf der jeder Interessierte sich den Aufenthaltsort jedes aktiven Fischkutters anzeigen lassen kann.

Verstöße können am Computerbildschirm erkannt werden

Auf diese Weise wird beispielsweise festgehalten, wenn sich ein dauerhaft in geschützten Bereichen aufhält oder zu Zeiten unterwegs ist, in denen eigentlich ein Fischereiverbot besteht. Einkäufer großer Unternehmen und die staatlichen Überwachungsstellen können schwarze Schafe so am heimischen Bildschirm erkennen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

Quelle: Treehugger

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