US-Präsident Donald Trump konnte zuletzt nicht nur positive Schlagzeilen generieren. So ermittelt inzwischen ein Sonderermittler gegen ihn und sein Wahlkampfteam. Davon unbeeindruckt konnte Trump auf Twitter aber auch einen Erfolg verkünden: Erstmals in seiner Amtszeit wurde in den Vereinigten Staaten eine neue Kohlemine in Betrieb genommen. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, der Kohle zu einer Renaissance zu verhelfen und so zahlreiche neue Jobs zu schaffen. Bisher ist die Bilanz allerdings eher negativ: Der nun eröffneten neuen Mine, stehen mehr als ein Dutzend Kohlebergwerke gegenüber, die seit der letzten US-Präsidentschaftswahl geschlossen wurden. Dies ist allerdings kein Zufall, sondern folgt einem globalen Trend.


Kohle
Foto: Coal power-plant and oilseed rape, martin, Flickr, CC BY-SA 2.0

In Großbritannien ist die Kohle bald Geschichte

Dies geht aus den Zahlen des jährlichen Reports „BP Statistical Review of Energy“ hervor. Demnach ist die weltweite Kohleproduktion im letzten Jahr um 6,2 Prozent gesunken. Es handelt sich damit um den stärksten jährlichen Rückgang aller Zeiten. Besonders stark war die Abkehr von der Kohle in Großbritannien. Dort sank der Verbrauch um stolze 52,5 Prozent. Vor kurzem kam das Land zudem erstmals seit Beginn der industriellen Revolution einen Tag ohne die Nutzung von Kohlestrom aus. Aber auch die beiden größten Volkswirtschaften der Welt verbrauchten im vergangenen Jahr weniger Kohle: In den Vereinigten Staaten wurde ein Rückgang um 8,8 Prozent verzeichnet, China kommt auf einen Wert von 1,6 Prozent.

Deutschland ist in Sachen Kohleausstieg noch unentschieden

Das Verbrennen von Kohle gilt als klimaschädlichste Variante der Stromproduktion. Immer mehr Länder beschließen daher konkrete Ausstiegstermine, an denen das letzte entsprechende Kraftwerk vom Netz gehen soll. Dies ist beispielsweise bereits in Frankreich, Großbritannien und Kanada geschehen. In Deutschland hingegen ist noch kein konkreter Termin bekannt. Immerhin laufen im nächsten Jahr aber die letzten Steinkohlesubventionen aus. Die europäischen Energieversorger haben zudem auf freiwilliger Basis angekündigt, zukünftig auf andere Formen der Energiegewinnung zu setzen. Damit müssen aber nicht immer die Erneuerbaren Energien gemeint sein. Denn der Report zeigt auch, dass die fossilen Brennstoffe Öl und Gas weltweit immer stärker genutzt werden. Diese Kraftwerke sind zwar klimafreundlicher als Kohlemeiler, verursachen aber dennoch erhebliche Klimaemissionen.


Via: Treehugger

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