Golden-i Computer in Headset Form
Golden-i Computer in Headset Form

Das Unternehmen Kopin hat mit dem Golden-i auf der CES 2012 einen tragbaren Computer präsentiert, der sich wie ein Headset aufsetzen lässt. Der Golden-i Computer nutzt als Anzeige ein 1 Zoll Display, das dadurch, dass es so dicht am Auge getragen wird, ähnlich gut abzulesen ist wie ein 15 Zoll Monitor. Der tragbare Computer basiert auf einem 600MHz TI OMAP3 Prozessor mit 400MHz DSP, der die Rechenleistung zur Verfügung stellt. Gesteuert wird der Golden-i Computer von Kopin mittels Sprachbefehlen oder über Kopfgesten die in sechs Achsen erfolgen können. Eine Internetverbindung kann mittels 4G Netz erfolgen. Das Unternehmen sieht in dem Computer vielfältige Verwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise den Einsatz in der Medizin oder als tragbaren Computer am Arbeitsplatz. Schon der Wrist PC fürs Handgelenk zeigt das Interesse an tragbaren Computer Systemen.


Ausführliches Video zum Golden-i Computer


Verschiedene Schnittstellen und mit microSD Karten ausbaubar

Der Golden-i verfügt über eine optionale Kamera, die sich nach Bedarf einsetzen lässt. Mit der Kamera soll es möglich werden Echtzeit Bilder aufzuzeichnen oder zu Streamen. Ebenso soll es möglich sein mit dieser Kamera Standbilder mit 1080 Pixeln zu liefern. Das System nutzt als Betriebssystem Windows Embedded CE 6.0. Als Schnittstellen stehen WiFi und Bluetooth zur Verfügung. Zudem verfügt der Headset Computer über einen microSD Steckplatz für Karten bis zu 32 GB. Das Herstellerunternehmen gibt an, das man noch einige Zeit an dem Golden-i weiterentwickelt um ihn dann später in diesem Jahr auf den Markt zu bringen.


Zunächst industrieller Einsatz

Man will den Golden-i Computer beispielsweise für Ermittlungsbehörden (Polizei) aber auch für das Militär oder weitere Einsatzbereiche anbieten, in denen man auf den Einsatz mobiler Computer angewiesen ist. Bei der Entwicklung und dem Vertrieb des tragbaren Headset Computers, hat das Unternehmen unter anderem mit Motorola, Verizon und Ericsson zusammenarbeiten. Auch wenn Erste Golden-i Systeme zunächst in industriellen Bereichen eingesetzt werden sollen, sprechen Mitarbeiter davon, dass die Golden-i Computer sicherlich auch für den privaten Bereich angeboten würden. Die Steuerung des Golden-i ist sicherlich als nicht alltäglich zu bezeichnen. Auch andere System wie das Epoc Headset oder die Gedankensteuerung für Rollstühle greifen auf aussergewöhnliche Steuerungen zurück.

Quelle & Bild: electronista

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1 Kommentar

  1. Wanderer

    17. Januar 2012 at 14:30

    Das Gerät von IBM sah damals – es war soweit ich mich erinnere 1998 – eleganter aus. Es hatte ein halbtransparentes Headup Display und eine Sprachsteuerung, die über ein Abgreifen der Resonanz über den Knochen am Hinterkopf eine störungsfreie Bedienung ermöglichte. Das Gerät selbst war etwa so groß wie ein Walkmann und konnte am Gürtel getragen werden. Durch das Display war die Sicht nicht, oder nur unerheblich eingeschränkt. Der Preis damals lag um die 10.000 DM. Leider wurde dieses Gerät vom Markt genommen – warum auch immer…

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