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Google: Autonome Autos helfen Städten und Gemeinden beim Geld sparen

Chris Urmson, der bei Google für den Bereich „autonome Autos“ zuständig ist, tauschte sich jüngst mit dem US-Senat über die Zukunft selbstfahrender Autos aus. Konkret richtete sich das Anliegen dahingehend, gute Argumente für die Förderung der Technologie zu liefern. So sollen die Roboterautos die Straßen nicht nur sicherer machen, sondern auch Städten und Gemeinden in Zukunft viel Geld einsparen. Es geht konkret darum, dass die Google-Technologie auch vom Transportministerium bewilligt wird, um umfangreichere Tests auf öffentlichen Straßen durchführen zu können. Bisher wird das Ganze durch gesetzliche Schranken noch sehr gehemmt.

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Verbesserte Straßenauslastung und sinkender Parkplatzbedarf

Chris Urmson ist fest davon überzeugt, dass autonom fahrende Autos in Zukunft dabei helfen Geld einzusparen. So müsse der Staat beispielsweise weniger für Straßen, Parkplätze und den öffentlichen Nahverkehr ausgeben. „Im Laufe der nächsten drei Jahrzehnte erwartet das Verkehrsministerium, dass selbstlenkende Autos eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung der Verkehrsbetriebskosten spielen, die Straßenauslastung verbessern und existierende Parkinfrastruktur mit einer Gesamtfläche von 3000 Quadratmeilen, und damit in etwa der Größe des Staats Connecticut, frei machen werden“, erläutert Urmson (via Bloomberg). Es werden auch Vertreter von General Motors und des Fahrdienstes Lyft zu der Thematik befragt. Beide Unternehmen streben eine Kooperation an und wollen in Zukunft Fahrzeuge on-demand, also auf Abruf, verfügbar machen.

Google bekam zudem bereits Rückenwind von der National Highway Traffic Safety Administration, die im Februar mitteilte, dass selbstlenkende Autos und künstliche Intelligenz im Straßenverkehr zumindest nach den US-Bundesgesetzen durchaus auch so behandelt werden könnten, wie menschliche Fahrer. Google forciert ganz klar die Erweiterung der Zulassungen und möchte künftig auch da Tests durchführen, wo bisher noch keine Erlaubnis vorliegt. In einigen Gebieten können die autonomen Autos getestet werden, oftmals muss hier allerdings zur Sicherheit ein Co-Pilot noch mit an Bord sein.

Selbstfahrendes Google-Auto im Video

Robotikforscherin glaubt nicht an autonome Autos

Es ist bisher noch recht unklar, welche Auswirkungen ein breitgefächerter Einsatz fahrerloser Autos mit sich bringen könnte. Die Wissenschaftler und Zukunftsforscher sind sehr zwiegespalten. Die Robotikforscherin Mary Louise Cummings von der Duke University wird jedenfalls zu Googles aktuellem Anliegen die Gegenstimme bilden. Cummings rät ganz klar davon ab, derartige Systeme für den Straßenverkehr zuzulassen. Schließlich sind diese „absolut nicht bereit für den Einsatz im öffentlichen Verkehrsraum und schon gar nicht dafür geeignet Menschen als Lenker vollständig abzulösen.“, so die Forscherin. Ich würde diese Aussage dennoch mit einem „noch“ ergänzen. Die Technologie wird immer besser und Google zeigte bereits, zu was künstliche Intelligenz schon heute in der Lage ist.

Weniger Staus vs größere Nutzungsbereitschaft

Einige Forscher gehen davon aus, dass selbstfahrende Autos, die aufgrund der „Sicherheit“ einen geringeren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug benötigen würden, letztlich auch das Stauaufkommen reduzieren dürften. Die Gegenmeinung wirft allerdings ein, dass die Menschen dann erst recht auf das eigene autonome Auto zurückgreifen und öffentliche Verkehrsmittel vermehrt meiden würden. Das wäre hingegen kontraproduktiv. Bei diesem Thema lässt sich viel für und gegen argumentieren. Autonome Autos, vernetzte Autos und künstliche Intelligenz werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Die Robotik steht erst an den Anfängen. Eins ist allerdings schon klar, es werden noch viele Sachen aus der Science-Fiction real werden. Spannend aber auch ein wenig gruselig zugleich.

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