Der Suchmaschinengigant Google ist schon lange nicht mehr nur auf Internetsuche fixiert, sondern spielt an vielen Fronten. Dazu gehören auch allerlei experimentelle Projekte wie beispielsweise Google Glass. Aktuell gab das Unternehmen bekannt, zusammen mit der Pharmazeutik-Firma Johnson & Johnson eine Plattform für Roboter-Assistenz bei Operationen zu entwickelt.


Da Vinci Roboter
Googles Projekt soll aktuelle Systeme wie den Da-Vinci-Roboter in den Schatten stellen.

Google und Ethicon wollen OP-Techniken revolutionieren

Genaue Details zu dem Projekt sind nicht bekannt, aber laut einer Pressemitteilung arbeitet Ethicon, eine Firma für medizinische Geräte innerhalb des Imperiums von Johnson & Johnson, mit Google gemeinsam an einem entsprechenden Robotersystem, um die Arbeit im OP-Saal zu erleichtern.

For more than 60 years, Ethicon has developed products and technologies that have transformed the way surgery is done. This collaboration with Google is another important step in our commitment to advancing surgical care, and together, we aim to put the best science, technology, and surgical know-how in the hands of medical teams around the world“, so Gary Pruden, der der Global Surgery Group von Johnson & Johnson vorsitzt.


Welche Art von Robotern entwickelt werden, ist nicht bekannt, allerdings scheint es, als würde auch die Variante von Google, ähnlich wie heutige Lösungen, nicht in der Lage sein, autonom zu operieren, sondern auf den Input eines Menschen angewiesen sein. „Robotic-assisted surgery is a type of minimally invasive surgery that uses technology to give surgeons greater control, access and accuracy during the surgical procedure while benefitting patients by minimizing trauma and scarring, enabling accelerated post-surgical healing. The companies seek to develop new robotic tools and capabilities for surgeons and operating room professionals that integrate best-in-class medical device technology with leading-edge robotic systems, imaging and data analytics“, heißt es in der Mitteilung. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass Googles Lösung über mehr künstliche Intelligenz verfügt als momentane Assistenz-Systeme.

Google ist versiert im Bereich Robotics

Es handelt sich nicht um Googles ersten Vorstoß im Bereich Medizin und Robotics. Letztes Jahr tat sich das Unternehmen mit dem Pharma-Riesen Novartis zusammen, um smarte Kontaktlinsen zu entwickeln, die den Blutzucker des Trägers messen können. Außerdem erwarb Google 2014 ganze acht Firmen für Robotics, darunter auch den Hersteller Boston Robotics. Außerdem warb Google kürzlich mehrere Mitarbeiter der Startups Dark Blue Labs und Vision Factory ab, um sie dem DeepMinds-Projekt zuzuteilen, das an einem Computersystem arbeitet, das in der Lage sein soll, unabhängige Entscheidungen zu treffen.

Was auch immer am Ende des Prozesses steht, die Kombination aus Googles technischem Know-How und der Marketing-Expertise von Johnson&Johnson verspricht, interessant zu werden.

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1 Kommentar

  1. Maximilian

    30. März 2015 at 09:47

    Stillstand keine Chance geben – genau nach diesem Leitsatz positioniert sich Google in den unterschiedlichsten Sektoren als Platzhirsch. Der Medizinbereich wird zukünftig immer stärker technisiert, angefangen von Geräten die Blutzuckerspiel, Blutdruck und Atemfrequenz messen, bis hin zu hoch komplexen Robotix. Grundsätzlich sehe ich diese Entwicklung sehr positiv, da das Medizinsystem immer besser und effizienter wird. Aber was passiert, wenn die technischen Geräte einen Fehler machen? Wer trägt dann die Verantwortung dafür?

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