Vom 28. bis 29. Mai versammeln sich in San Francisco Journalisten und Entwickler für Googles Entwicklerkonferenz Google I/O. Das Highlight ist wie jedes Jahr die Keynote, auf der neue Produkte und Neuerungen für bestehende Produkte vorgestellt werden. Hier bei Trends der Zukunft erhaltet ihr einen Ausblick darauf, was wir von der Veranstaltung erwarten dürfen.


Google I/O 2015

Android M

Das Highlight und eine der größten Ankündigungen auf der Google I/O wird wohl die Developer Edition von Android M werden. Der Nachfolger von Lollipop wurde von Google bereits auf der I/O-Agenda erwähnt. Der entsprechende Vortrag wurde allerdings schnell wieder von der Agenda entfernt. Jedoch findet sich auf dem Ablaufplan der Vortrag “What’s new in Android”. Der Titel macht mehr als deutlich, dass es Neuigkeiten zu Googles mobilen OS gibt. Eine Reihe von Vorträgen dreht sich um das sogenannte Material Design, das Google mit Lollipop eingeführt hatte. Da es noch verhältnismäßig jung ist, ist nicht zu erwarten, dass Google das Design erneut komplett umkrempelt. Auf Verbesserungen für das neue UI dürfen wir aber spekulieren.


Daneben wird es Neuigkeiten zu den Unterbrechungen, Benachrichtigungen und Tönen von Android geben. Auch an der Akkulaufzeit, dem Smart-Lock-Feature und den Bereichen Darstellung und Speicherverbrauch von Apps hat Google gearbeitet. Des weiteren soll es eine native Unterstützung von Fingerabdrucksensoren für Android geben. Außerdem gibt es zwei Sessions zu Android Auto.

Wearables

Auch im Bereich Wearables tut sich bei Google scheinbar was. Es wird spekuliert, dass Google ein neues Wearable in der Pipeline hat. Es gibt einen Vortrag zu Googles Fitness-App Fit, was ein Zeichen sein könnte, dass ein neues Fitness-Gadget auf die Nutzer wartet.

Als weiteres Indiz wird ein Vortrag zum Smart Lock gewertet. Mit dem Feature lässt sich ein Smartphone oder Tablet automatisch entsperren, wenn eine authentifizierte Smartwatch in der Nähe ist. Smart Lock wurde mit Android Lollipop eingeführt.

Die Vorstellung eines neuen Wearables von Google wird mit Spannung erwartet. Schließlich hat Apple mit der Apple Watch diesbezüglich mehr als gut vorgelegt. Angeblich wird Googles TAP-Group (Google Advanced Technology and Project) ein neues Produkt vorstellen. Die Gruppe ist für Innovationen wie das Project Tango und Project Ara verantwortlich und könnte nun mit einem neuen Wearable auf sich aufmerksam machen. In der Beschreibung eines Vortrags zu dem Thema schreibt Google, im Bereich Wearables seien nahezu unmögliche Dinge entwickelt worden.

Google Plus

Für das Angebot Google Plus wird eine Neuausrichtung erwartet. Auf der I/O 2011 stellte Google den Dienst als Alternative zu Facebook vor. Ein Plan, der nicht wirklich aufging. Die Nutzerzahlen stagnieren, und Vic Gundotra, in dessen Management-Verantwortungsbereich Google Plus fiel, verließ das Unternehmen im April 2014. Gerüchten zufolge wird Google den in Google Plus integrierten Foto-Dienst aus dem Dienst herauslösen, um ihn gegen Instagram (also erneut Facebook) und Flickr (Yahoo) antreten zu lassen.

Google Glass/Virtual Reality

Im Netz kursieren des Weiteren Spekulationen, dass Google eine Neuauflage der Datenbrille Google Glass veröffentlichen möchte. Vor drei Jahren stellte Google-Mitgründer Sergey Brin die erst Version auf spektakuläre Art und Weise vor, das Projekt scheiterte aber ebenso spektakulär. Die mangelnde soziale Akzeptanz von derartigen Datenbrillen wurde von Google komplett unterschätzt. Hinzu kamen massive Probleme mit der Akkulaufzeit des Geräts. Google zog Konsequenzen und beendete im Januar 2015 den Verkauf von Google Glass.

Es ist aber auch möglich, dass die Gerüchte sich in Form eines anderen Produktes aus dem Bereich Virtual Reality verwirklichen. Google hat mit Cardboard bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen und nun die Lücke zu der Konkurrenz von Oculus (Oculus Rift) und Microsoft (Holo Lens) verkleinern zu wollen. Die Beschreibung der VR-Session bleibt sehr oberflächlich und lässt so keine Rückschlüsse auf die zu erwartenden Neuerungen zu.

Smart Home

Auch das Thema Heimautomatisierung ist auf der Agenda für die Google-I/O-Konferenz vertreten. Unter dem Spitznamen “Brillo” entwickelt Google offenbar ein eigenes OS für das Internet der Dinge, das mit dem smarten Thermostat Nest und anderen Geräten kompatibel sein wird.

Google I/O als Entwicklerhub – Werbung für die Massen

Mehr noch als die App-Entwickler selber ist Google auf Werbeeinnahmen angewiesen. Etwa 90 Prozent der Gesamteinnahmen von 66 Milliarden Dollar 2014 kamen aus dem Geschäft mit Werbung. Zwei Drittel davon kamen aus hauseigenen Angeboten wie Suche, Maps und YouTube. Das andere Drittel stammt aus dem Dienst AdSense, mit dem auf anderen Webseiten Werbung geschaltet werden kann.

Deshalb hat Google mehrere Sessions rund um Dienste wie bspw. AdMob eingetragen, bei denen es um die auch für Entwickler wichtige Frage gehen wird, wie eine App sich am besten kommerzialisieren lässt. Dies soll auch Googles Umsatz anfeuern, denn mit der Umsatzbeteiligung im Google Play Store wird eher wenig Geld verdient. Ähnlich sieht es mit den Umsätzen der kommerziellen Cloud-Angebote von Google aus.

Google hat das Verdienen von Geld mittels Werbung im Internet perfektioniert. Es scheint unwahrscheinlich, dass das Unternehmen in nächster Zeit von diesem Konzept abweicht – oder abweichen kann.

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