Google verfolgt mit dem Project Ara eine spannende Geschichte. Die Vision besteht darin ein Smartphone zum Selberbauen zu entwickeln. Die Arbeiten am Project Ara scheinen bald abgeschlossen zu sein. Medienberichten zufolge soll das Baukasten-Handy noch in diesem Jahr im Rahmen eines Pilotprojekts in den Handel kommen. Jedes Smartphone kann dabei individuell gestaltt werden.


Project Ara
Baukasten-Smartphone von Google via Google

Das ganz persönliche Unikat

Project Ara gilt als ziemlich verrückte Google-Unternehmung, die entweder erfolgreich ist oder floppt. Getreu dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, startet noch in diesem Jahr ein Pilotprojekt in Puerto Rico. Das Ara soll dabei aus einem Imbisswagen heraus verkauft werden. Zum Verkaufsstart stehen zunächst 20 bis 30 Module in zehn verschiedenen Kategorien bereit. Die Nutzer können somit jeweils ein Smartphone nach ihren Vorlieben gestalten. Bei dem Baukasten-Smartphone kann der Akku, der Arbeitsspeicher, die Kamera und einiges mehr individuell getauscht werden. Zudem können die Nutzer die einzelnen Module auch selbst gestalten und das Gehäuse beispielsweise mit persönlichen Motiven bedrucken oder aus einer breiten Farbpalette wählen. Am Ende hält man dann ein Smartphone in der Hand, welches subjektiv gesehen technisch perfekt ist und auch vom Design her den Nutzer vollends anspricht. Die Basismodelle bestehen lediglich aus einem Aluminiumrahmen mit Display, Prozessor und einem Funkmodul.

Ara ist nachhaltig

Der Vorteil bei dem Ara-Smartphone ist, dass veraltete Komponenten einfach gegen neuere und leistungsfähigere Module ausgetauscht werden können. Ein Geräteneukauf wäre somit nicht zwingend notwendig,wenn die Hardware veraltet ist. Es fällt unterm Strich also weniger Elektro-Schrott an, da auch der Akku und Co ausgetauscht werden können. Dabei wird die Umwelt entlastet. Die Basiskomponenten samt, Aluminiumrahmen, sollen eine Haltbarkeit von mindestens fünf bis sechs Jahren aufweisen. Bei guter Pflege sind sogar noch mehr Jahre drin. Experten zufolge könnte sich bei einem Erfolg des Baukasten-Smartphones auch noch ein sekundärer Sammel- und Tausch-Markt entwickeln. Hier können dann auch gebrauchte aber noch voll funktionsfähige Teile weiterverkauft oder getauscht werden.


Ara
Ara ist vielfältig (Foto via Google)

Nach der Piloteinführung auf einem überschaubaren Markt, soll Ara bei positiven Anklang für den weltweiten Markt gerüstet werden. Insgesamt haben die mit dem Projekt vertrauten Entwickler noch bis 2016 Zeit ein marktreifes Produkt zu präsentieren. Bisher klingt Ara vielversprechend. Für die Zusammenstellung und die persönliche Gestaltung des eigenen Ara-Smartphones ist ein Ara-Marketplace und die App Ara-Configurator geplant. Project Ara wurde, wie auch Google Glass und Project Loon, im Rahmen der Google X-Arbeitsgruppe entwickelt. Besonders erfolgreiche Projekte mit Zukunftspotential werden ab einem bestimmten Stadium aus Google X herausgelöst und eigenständig verwaltet. Jüngst löste Google auch die Arbeitsgruppe der Datenbrille Glass heraus. Der iPod Vater und Nest-CEO Tony Fadell leitet jetzt das neue Google Glass Team.

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