Grippe-Trends in Deutschland, vom 9. Oktober 2009
Google Grippe-Trends für Deutschland, vom 9.10.09

Google hat in Deutschland mit 89,7 % aller Suchanfragen (stand 02/08, Quelle) nicht nur fast ein Monopol, Google ist mittlerweile auch auf dem Home-PC angekommen. Mit Programmen wie Google Desktop, Chrome, Google Earth oder Picasa ist Google auf fast jedem PC vertreten, ganz zu schweigen von den vielen, vielen Online-Diensten.
Dass Google dabei nicht ganz uneigennützig handelt und fleißig Daten sammelt ist, dank einiger Aufmerksamkeit in den Medien wohl auch kein Geheimnis mehr. Doch wie viel weiß Google wirklich?


Dank der großen Bereitschaft jedes Einzelnen Google-Produkte zu nutzen und so sein Privatleben mit dem Suchmaschinen-Riesen zu teilen und der dauernden Präsenz Googles, weiss die Suchmaschine ziemlich viel. So weiss Google wann ich welche Aktienkurse oder Wohnungsangebote abgerufen habe, welche Seite ich wann besucht habe und was ich dabei runtergeladen habe, welche Videos ich wann geschaut habe, was ich meiner heimlichen Geliebten per Mail schreibe und dank Google Software fürs Handy bald sogar wann ich wo war oder bin. Doch was kann Google mit diesen Daten wirklich anfangen?

Google Produkte
Auflistung von Google-Produkten

Google selbst speist die User mit Sätzen wie “Ihre Daten werden nur Anonym gespeichert um auf Sie persönlich abgeschnittene Werbung zeigen zu können und Sie so nicht mit uninteressanten Verbrauchertipps zu nerven” (Sinngemäß) ab. Wie weit die Möglichkeiten des Großkonzerns aber tatsächlich gehen, zeigt sich beim neusten Google-Service ‘Grippe-Trends’.
Google will rausgefunden haben, “dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Grippefällen sein kann.” Für das neue Tool werden also Daten der Online-Suche ausgewertet und anhand dieser Daten wird die Anzahl der Grippefälle des jeweiligen Landes geschätzt.


Würde die deutsche Regierung versuchen so extrem in unser Privatleben einzutauchen, wie Google dies tut, wären längst sämtliche Datenschützer auf die Barrikaden gegangen. Doch bei einem solchen Großkonzern (der dazu noch seinen Sitz in den USA hat) ist dies nicht möglich.
Der Suchmaschinenriese hat sich zur »größten und mächtigsten Detektivagentur der Welt« entwickelt, so eine kürzlich veröffentlichte Studie der Technischen Universität Graz.

Ich denke nicht, dass man Google verteufeln sollte, schließlich sind die meisten Anwendungen schlichtweg praktisch, allerdings sollte man sich vielleicht etwas mehr überleben, was man dem Unternehmen anvertraut und was nicht.

Dieser Beitrag spiegelt lediglich die Meinung des Autors „TiPE“ wieder.

Weitere Infos über Google finden Sie in dieser Google Documentary.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
  • Google erobert den Handy-Markt, das Nexus One ist da!

    Am 5. Januar 2010, gegen 19 Uhr deutscher Zeit war es endlich so weit. Das lang ersehnte G…
  • Neuer Trend: Penis-Spiel

    Das Penisspiel ist auf dem Vormarsch. Dabei geht es darum immer Lauter als der Gegner, abw…

4 Kommentare

  1. Benjamin Panther

    19. Oktober 2009 at 11:34

    Hey,
    naya, verteufeln muss man Google nicht. Aber eine gewisse Portion Skepsis sollte schon dazugehören. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie wenig selbst erwachsene Menschen in unserer Gesellschaft über Datenschutz wissen, bzw. sich dafür interessieren.
    Wenn ich in meinem Bekanntenkreis Kommentare wie „ist mir doch egal, was Google über mich weiss, ich habe ja nichts zu verheimlichen“ höre, wird mir schlecht. Wie kann „Mensch“ nur so naiv sein? Auf der einen Seite springt jeder auf die Barrikaden, wenn die Politik ein weiteres Schmankerl wie zB den digitalen Pass verabschieded, aber Google wird weiterhin unterstützt.

    Viele Grüße,
    Benjamin Panther

  2. Google erobert den Handy-Markt, das Nexus One ist da!

    12. Januar 2010 at 12:39

    […] Wirklich revolutionär beim neuen Google-Phone ist nicht die Technik, die nebenbei nichmal von Google selbst sondern von HTC gebaut wird, sondern die Art des Vertriebs. So wird das Nexus one nicht etwa wie das iPhone gleich zu Anfang nur mit Mobilfunk-Vertrag verkauft, sondern kann direkt bei Google ohne Vertrag für 529 US-Dollar bestellt werden. Erst dann sucht sich der Kunde den passenden Mobilfunkvertrag. Diese Vorgehensweise könnte eine Preisschlacht zwischen den Mobilfunkanbietern auslösen – wenn das Nexus one hypet, so wie viele Google-Anwendungen vorher. […]

  3. All-in-One – Is Google all you need?

    10. März 2010 at 10:56

    […] Wir haben schon in der Vergangenheit oft über Google berichtet, dabei entstanden Artikel wie: Google – wie mächtig ist der Suchmaschinenriese wirklich? , Google – Dein neuer WG-Mitbewohner und viele andere. Für alle die sich für Google […]

  4. […] was wir im Internet suchen, es geschieht meisten mit GOOGLE. Die Suchmaschine GOOGLE ist seit September 1998 online und speichert seither auf seinen Servern alles was im Web […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.