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Grafik: So viel Eis schmolz in den letzten 16 Jahren in der Arktis

In der zehnten Ausgabe des “National Geographic Atlas of the World” wird gezeigt, wie weit das Eis der Arktis in den letzten 16 Jahren abgeschmolzen ist. Vergleicht man heutige Karten mit solchen von 1999, dann zeichnet sich ein dramatisches Bild.

Eisberg Arktis

Foto: Iceberg, Rghrous, Flickr, CC BY-SA 2.0

Dramatischer Rückgang der Eisschicht

Der Herausgeber des “National Geographic Atlas of the World” schreibt, dass der Rückgang der arktischen Eisdecke eine der größten landschaftlichen Veränderungen seit der ersten Ausgabe des Atlas sei. Diese erschien 1963, und im vergangenen September gab der Verlag die aktuelle, zehnte Ausgabe heraus. Bereits damals wies der Verleger auf die dramatischen Änderungen im Eisbestand der Arktis hin.

Nach der kürzlich stattgefundenen Klimaschutzrede des US-Präsidenten Barack Obama griff National Geographic das Thema wieder auf. In einer sehenswerten Animation wurden die verschiedenen Versionen der Karte der Arktis seit 1999 dargestellt. Sie stellen in der weißen Fläche das sogenannte “multi layer ice” dar, welches mindestens zwei Sommer überstanden hat, also im Jahreszyklus nicht abschmilzt. Der zu beobachtende Rückgang ist erschreckend: Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ging die Eisdecke der Arktis um 12 Prozent pro Jahr zurück. Die Entwicklung habe sich nach Angaben der NASA seit 2007 weiter beschleunigt.

Kritik an der Karte von der NASA

Als Grundlage für die neueste Karte hat eine NASA-Studie aus dem Jahr 2012 gedient. Auch die restlichen verwendeten Daten stammen von der NASA und dem National Snow and Ice Data Center, dem NSIDC, in den USA.

Die Darstellung im “National Geographic Atlas of the World” blieb jedoch nicht ohne Kritik. Diese Kritik kommt aus den Reihen der NASA selber und wird von National Geographic lobenswerterweise selber erwähnt. Der Wissenschaftler bemängelt, dass die Karte akkurater wäre, wenn sie das sogenannte „total minimum sea ice“ zeigen würde, welches auch das Eis umfasst, dass sich im Winter neu gebildet hat. Außerdem seien nur die Daten aus 2012 abgebildet, einem Jahr, das einen besonders starken Rückgang der Eisdecke erlebte. Methodisch besser wäre es, einen Durchschnitt abzubilden.

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