Die Grenze zwischen den USA und Mexiko spielte im US-Präsidentschaftswahlkampf eine wichtige Rolle. Immer wieder forderte Donald Trump, dort eine riesige Mauer zu errichten. Bereits unter seinem Vorgänger Barack Obama wurde zudem ein Programm zur Grenzsicherung gestartet, das im Wesentlichen auf dem Einsatz von intelligenten Drohnen basieren soll. Diese sollen in etwa die Größe von handelsüblichen Privatdrohnen haben, technisch aber auf den Einsatz bei den Grenzschutzbehörden zugeschnitten werden. So ist eine Sprachsteuerung vorgesehen, damit die Drohne auch geflogen werden kann, wenn gerade keine Hand frei ist. Außerdem soll die Software in der Lage sein automatisch bestimmte Objekte wie Menschen und Fahrzeuge zu erfassen.


Drogen-Drohnen in Mexiko eingesetzt
In Mexiko werden Drohnen bereits im Kampf gegen Drogenanbau und Schmuggel genutzt.

Das BKA testet eine ähnliche Software am Bahnhof Berlin Südkreuz

Diese werden dann genauer ins Visier genommen. Eine Gesichtserkennungssoftware unternimmt zudem einen automatischen Abgleich mit den Datenbanken der Behörden – und schlägt bei einem Treffer Alarm. Wie die Kommunikation zwischen den Drohnen und den Servern genau ablaufen wird, muss allerdings noch geklärt werden. Denn bisher gibt es in weiten Teilen des Grenzstreifens noch kein Handysignal. Die Idee, eine automatische Gesichtserkennung zum Abgleich mit vorhandenen Datenbanken zu nutzen, hat auch in Deutschland Anhänger. So testet das Bundeskriminalamt eine solche Software beispielsweise aktuell am Bahnhof Berlin Südkreuz – allerdings noch mit freiwilligen Probanden. In den USA wiederum läuft aktuell noch die Ausschreibung für die mit der entsprechenden Technik ausgestatteten Drohnen.

In zwei Jahren könnten die Drohnen einsatzbereit sein

Diese wurde gerade bis Ende April verlängert, was Insidern zufolge am großen Interesse der Industrie liegen soll. Drei Firmen haben zudem bereits mit dem Bau von Prototypen begonnen. Den Angaben der Behörden zufolge soll die Gesichtserkennung in erster Linie dem Schutz der Grenzbeamten dienen. Diese können so beispielsweise herausfinden, ob ein Schleuser in der Vergangenheit bereits einmal auf Menschen geschossen hat – und im Zweifelsfall Verstärkung anfordern, bevor der Zugriff erfolgt. Denkbar ist zudem auch, dass die Drohne automatisch weitere Kräfte alarmiert, wenn bestimmte Personen erkannt werden. Die US-Behörden gehen davon aus, in rund zwei Jahren eine erste fertige Drohne speziell für den Einsatz im Grenzschutz zu erhalten.


Via: The Verge

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