gridX: Startup aus Aachen will Erzeuger erneuerbarer Energien zu einem alternativen Stromnetz verbinden

Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft – und Solarenergie ist ein Teil davon. Diese wird nicht nur von Solarkraftwerken produziert, sondern auch von Privatleuten. In letzterem Fall handelt es sich vornehmlich um Photovoltaik-Anlagen, die auf Dächern errichtet werden. Oder eben um Anlagen wie Teslas Solardach. An warmen Tagen mit viel Sonnenschein produzieren diese Anlagen nicht nur mehr Strom, als die Besitzer benötigen, sondern oft auch mehr, als in einen Batteriespeicher eingespeist werden soll. An diesem Punkt setzt das Startup gridX an: Das Unternehmen will Photovoltaik-Anlagen zu einem smarten Grid vernetzen und damit eine autarke Energieversorgung bereitstellen.

Bild: GridX

Digitale Verteilungsplattform für erneuerbare Energien

Das Unternehmen gridX aus Aachen möchte der Energiewende einen weiteren, entscheidenden Schub geben. Zu diesem Zweck produziert das junge Startup die gridBOX. Diese soll es ermöglichen, Photovoltaikanlagen zu einer digitalen Plattform zusammenzuschließen. Die gridBox kann an jede Erzeugungsanlage für Solarstrom angeschlossen werden und diese digitalisieren. Die gridBox analysiert den Energiebedarf in einem Haushalt in Echtzeit und stellt überschüssigen Strom über die gridX-Plattform bereit. So kann die Community auf diesen Strom zugreifen und damit eigene Versorgungsengpässe überbrücken. Das Unternehmen verspricht so, dass Besitzer einer gridBOX vollständig unabhängig von fossilen Brennstoffen sind. Die Einspeisung in das Netz von gridX soll zudem deutlich lukrativer sein als die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz. Auch Kunden ohne eigene Solaranlage können Strom von gridX beziehen – sie schließen mit dem Unternehmen einen normalen Vertrag ab.

Die gridBOX ermöglicht nicht nur den Aufbau eines eigenständigen Stromnetzes, sie verfügt auch über eine Smarthome-Anbindung, mit deren Hilfe der Verbrauch der Geräte im Haushalt analysiert wird. Eine eigens programmierte gridX-App informiert den Hausbesitzer, wenn es Potential für Energieeinsparungen gibt.

gridX will klassische Stromkonzerne obsolet machen

Das Besondere an dem Konzept von gridX ist, dass jeder Erzeuger erneuerbarer Energien die Plattform nutzen können. Damit das System funktioniert, ist gridX allerdings auf eine möglichst große Nutzerzahl angewiesen. „Ziel von gridX ist es, klassische Stromkonzerne, die an einem veralteten, umweltschädlichen System festhalten, obsolet zu machen. Wir bieten Erzeugern und Verbrauchern eine transparente Plattform, mit der sie eine echte Energie-Revolution starten können“, so David Balensiefen, der CEO und Gründer von gridX.

Die gridBOX kostet 699 Euro und kann über die Webseite von gridX bezogen werden. Ob es dem Unternehmen gelingt, den nötigen Nutzerkreis aufzubauen, wird sich zeigen müssen.