Schottland gilt als Vorreiter in Sachen Windenergie und deckt bereits heute einen Großteil des Stromverbrauchs auf diese Weise. Der Rest Großbritanniens hinkt hingegen ein wenig hinterher, hat sich aber ebenfalls ambitionierte Ziele gesetzt. So soll ab 2020 immerhin zehn Prozent des benötigten Stroms von Offshore-Windfarmen stammen. Vor der Ostküste des Landes entsteht daher gerade ein Megawindpark mit einer Kapazität von bis zu vier Gigawatt. Der erste Teil des Hornsea-Projekts wird dabei bereits gebaut und wird bei seiner Fertigstellung mit einer Kapazität von 1,2 GW der größte Meereswindpark der Welt sein. Noch größer geplant ist dann die Erweiterung Hornsea II, für die die britischen Behörden nun die Genehmigung erteilten.


Via: New Atlas
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Der Windpark deckt den Stromverbrauch von bis zu 1,6 Millionen Haushalten

Hornsea II soll rund 89 Kilometer vor der Küste Yorkshires entstehen und aus rund dreihundert im Meeresboden verankerten Windrädern bestehen. Diese sollen gemeinsam auf eine Kapazität von 1,8 Gigawatt kommen und so das Potential besitzen, 1,6 Millionen britische Haushalte mit nachhaltigem Strom zu versorgen. Hornsea II alleine wird dabei eine Fläche von 480 Quadratkilometern einnehmen – wäre in dieser Größe auf dem Land also gar nicht zu realisieren. Großbritanniens Regierung hofft, dass durch das Projekt die Kosten für Strom aus Windkraft weiter sinken und gleichzeitig hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden. Gebaut und betrieben werden soll der Windpark von der dänischen Firma DONG Energy.

Eine weitere Ausbaustufe befindet sich bereits in Planung

Diese hat zudem bereits Pläne für eine erneute Erweiterung in der Schublade. Die endgültige Entscheidung zur Umsetzung von Hornsea III ist allerdings noch nicht gefallen. Sollte allerdings auch diese Ausbaustufe noch realisiert werden, nähmen die drei nebeneinander liegenden Windparks in etwa doppelt so viel Fläche ein wie Greater London und könnten bis zu vier Millionen britische Haushalte mit Windstrom versorgen. DONG Energy ist dabei nicht nur in Großbritannien aktiv, sondern machte zuletzt auch Schlagzeilen, weil die Firma Offshore-Windstrom für weniger als acht Cent produzierte – und damit eine Zielmarke der Branche erreichte.


Via: DONG Energy

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