Die Strompreise für Privatkunden sind inzwischen so hoch, dass es oft lukrativer ist, den auf dem Hausdach produzierten Solarstrom selber zu verbrauchen, als ihn ins Netz einzuspeisen. Allerdings ist dies nur bedingt möglich, weil sich der Sonnenschein natürlich nicht am Energieverbrauch ausrichtet. Durch intelligente Energiespeicher kann der Anteil der direkt vor Ort erzeugten und verbrauchten Energie allerdings deutlich erhöht werden. ACCUmotive, eine Tochtergesellschaft von Mercedes, baut bereits seit einigen Jahren die Batterien für die Hybridfahrzeuge des Konzerns und wird diese Kompetenz zukünftig nutzen, um auch Speicherlösungen für Privathaushalte anzubieten. Die Lithium-Ionen-Batterien sind mit dem Mercedes-Stern versehen und können als silberne Box an der Wand angebracht werden.


Drei miteinander kombinierte Speichermodule. Foto: Mercedes

Bis zu acht Batterien lassen sich problemlos kombinieren

Eine Batterie hat eine Speicherkapazität von jeweils 2,5 kWh. Das System ist allerdings modular konzipiert. Es können daher bis zu acht Batterien miteinander kombiniert werden. Die Gesamtspeicherkapazität liegt also bei 20 kWh. Den Angaben von Mercedes zufolge lässt sich mit dem privaten Stromspeicher der Eigenverbrauch des Solarstroms auf bis zu 65 Prozent steigern. In Großbritannien hat der Konzern bereits zahlreiche Bestellungen erhalten, sodass das Speichersystem zeitnah auch in Deutschland und auf anderen internationalen Märkten angeboten werden soll. Der Preis für ein komplettes System – inklusive Solarpanel, Batteriewechselrichter und Installationskosten – liegt bei rund 10.000 Dollar. Im Idealfall armotisieren sich diese Ausgaben im Laufe der Jahre aber wieder.

Auch Tesla und BMW haben eigene Speicherlösungen im Angebot

Die Autobauer haben in den letzten Jahren massiv in die Entwicklung von effizienten Stromspeichern investiert, weil Elektroautos nur mit leistungsstarken Batterien ausreichend Reichweite erlangen können. Als erstes kam dann der Elektroauto-Pionier Tesla auf die Idee, diese Kompetenz auch für Speicherlösungen in Betrieben und Privathaushalten zu nutzen. Inzwischen hat aber beispielsweise auch BMW ein entsprechendes Angebot entwickelt und nutzt die Batterien des Elektroautos BMW i3 ebenfalls als Stromspeicher. Nun ist auch Daimler auf diesen Zug aufgesprungen. Tesla ist allerdings bereits einen Schritt weiter und bietet auch Speicherlösungen im großen Stil an. So versorgen die Powerpacks auf Hawaii eine ganze Insel auch nachts mit Solarstrom.


Via: New Atlas

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