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Grüner Fußabdruck: Amazon Web Service setzt auf saubere Windenergie

Amazon ist in Deutschland vor allem als riesiger Online-Versandhändler bekannt. Das Unternehmen ist zudem immer wieder in den Schlagzeilen, weil es an der Entwicklung von Lieferdrohnen arbeitet. Weniger bekannt ist allerdings, dass Amazon unter dem Namen Amazon Web Services auch zu den größten Anbietern im Bereich des Cloud Computing gehört. Dies hat mitunter kuriose Folgen: So gehört beispielsweise der Streaming Dienst Netflix zu den Kunden von Amazon Web Services – ist gleichzeitig aber der größte Konkurrent des Streamingangebots von Amazon Prime. Aber auch zahlreiche andere Internetseiten und Apps setzen auf die Datenwolke von Amazon. Oftmals nutzt man also die Dienste von Amazon ohne es selbst zu wissen.

Viele Windräder bilden in Rumänien einen Windpark

Auch in Rumänien ist die Windkraft Teil des Energiemixes: Der Windpark Fântânele-Cogealac. Foto: By Sandri Alexandra from Romania (Fântânele-Cogealac Wind Farm, Romania) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Bisher ist Amazon Web Services Schlusslicht im Klimaindex

In einer Untersuchung von Greenpeace schnitt die Amazon Cloud in Sachen Klimaschutz vor einiger allerdings extrem schlecht ab. Während Apple auf dem so genannten Clean Energy Index einen Wert von 100 Prozent erreichte, kam Amazon gerade einmal auf 15 Prozent. Der öffentliche Druck allerdings zeigte schon bald Wirkung und Amazon kündigte an, im Bereich des Cloud Computing zukünftig zu einhundert Prozent auf erneuerbare Energien setzen zu wollen. Ein konkreter Zeitplan zur Erfüllung dieses Ziels wurde allerdings nicht bekannt gegeben – was bei vielen Klimaschützern zu leichten Zweifeln führte. Nun hat Amazon immerhin ein erstes Projekt vollendet: Der Internetgigant kauft Windenergie von einer Farm in Indiana.

65 Windräder mit einer Kapazität von 65 Megawatt werden errichtet

Rein technisch betrachtet betreibt Amazon die Windfarm dabei allerdings nicht selber. Vielmehr hat sich das Unternehmen verpflichtet, über mehrere Jahre die gewonnene Energie abzunehmen und so die Klimabilanz des Amazon Web Services zu verbessern. Insgesamt handelt es sich dabei um 65 Windräder mit einer Kapazität von 150 Megawatt. Es ist also nur ein erster Schritt hin zu einer vollständigen Energieversorgung durch erneuerbare Energien. Der Versandhandel von Amazon ist von dem Projekt zudem ohnehin nur mittelbar betroffen. Zwar profitieren auch die eigenen Server von der Windenergie – die meisten Emissionen fallen aber bei der Auslieferung der Produkte an.

Via: Treehugger

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