Die Einwohner von Peking haben immer wieder mit Smog und einer sehr schlechten Luftqualität zu kämpfen. Der Unmut in der Bevölkerung darüber nimmt beständig zu. Allerdings ist nicht Peking alleine für die schlechte Luft verantwortlich. Vielmehr befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft die Provinz Hebei – mit einer Vielzahl an Betrieben aus der Schwerindustrie. Experten haben in der Vergangenheit beobachtet, dass Peking und Hebei, beim Versuch möglichst viel Industrie anzusiedeln, die Umweltstandards immer weiter gelockert haben. Damit ist allerdings bereits seit einiger Zeit Schluss. Betriebe, die in Verdacht geraten, für den Smog mit verantwortlich zu sein, müssen inzwischen mit drastischen Einschränkungen rechnen.


Smog in China - Künstlicher Regen soll es richten

Peking und Hebei arbeiten erstmals konkret zusammen in Fragen der Luftqualität

In einer gemeinsamen Anstrengung wollen Peking und Hebei nun einen riesigen Grüngürtel erschaffen, dessen Bäume und Pflanzen Schadstoffe aus der Luft filtern sollen. Davon würden dann nicht zuletzt die Einwohner profitieren, deren gesundheitliche Belastung massiv reduziert werden könnte. So wollen die beiden Verwaltungen nicht nur zahlreiche Bäume pflanzen, sondern auch Flusssysteme und Hügel begrünen sowie nachhaltige Formen der Landwirtschaft etablieren. Es ist das erste Mal, dass die Behörden von Peking und Hebei effektiv zusammenarbeiten, um die Problematik der Luftverschmutzung gezielt zu bekämpfen. Die Kooperation geht aber noch weiter: Peking und Hebei sollen auch näher zusammenwachsen – beispielsweise durch bessere Transportverbindungen. Selbiges gilt für die Hafenstadt Tianjin südöstlich von Peking.


Der Klimawandel trägt zur Smog-Problematik massiv bei

Regelmäßig wird zudem darauf verwiesen, dass die chinesische Regierung den Kampf gegen den Klimawandel in den letzten Jahren auch intensiviert hat, um die Probleme mit der Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen. Eine Studie legt nun nahe, dass dieser Ansatz langfristig durchaus der richtige ist. So untersuchten Forscher den Rekordsmog aus dem Jahr 2013 und stellten fest, dass das massive Abschmelzen der Eisschicht in der Arktis damit im Zusammenhang stand. Denn durch die Eisschmelze entstand weniger Luftzirkulation – was sich bis in den Osten Chinas bemerkbar machte. Dort fehlten die Winde nämlich, um die dreckige Luft aufs offene Meer zu pusten.

Via: Inhabitat

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