Mit der Fernbus-Konkurrenz im Nacken sitzend, überlegt die Deutsche Bahn neue Strategien um wieder mehr Fahrgäste vom Bahnfahren überzeugen zu können. Dank einer neuen App, die für einige Regionen schon verfügbar ist, sollen sich in Zukunft einfacher Mitfahrer finden lassen. Das ist durchaus praktisch, wenn man von den Ländertickets Gebrauch macht. Die Tickets lohnen sich für längere Fahrten und bringen schon zu zweit eine tolle Ersparnis mit sich. Über die neue App kann man nun noch einfacher Mitfahrer ausfindig machen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der selben Strecke unterwegs sein wollen. Bisher klappt die Organisation der Mitfahrten meiner Erfahrung nach jedoch auch schon über Facebook-Gruppen recht gut. Die App dürfte dennoch eine praktische Ergänzung darstellen.


U-Bahn der Zukunft in London
U-Bahn der Zukunft in London

Unkompliziert Mitfahrer suchen und finden

Die neue Mitfahrer-App der Bahn soll in wenigen Tagen starten. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge soll vorerst nur das Bayern-Ticket von der App profitieren. Eine Ausweitung auf weitere Bundesländer sei jedoch bereits geplant. Mit den Ländertickets können bis zu fünf Personen vergünstigt Bahn fahren. Dank übergreifender Regionen zählt das Thüringen-Ticket beispielsweise auch für eine Fahrt durch Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit. Das lohnt sich durchaus, wenn der Endbetrag durch zwei, drei vier oder gar fünf geteilt wird. Die App soll dabei helfen einfacher Mitfahrer ausfindig machen zu können. Oftmals möchte man sich vor Ort nicht die „Schmach“ geben und rundfragen, wer denn noch mit auf ein Länderticket fahren möchte. Ich weiß aus Erfahrung, dass das allerdings immer recht gut funktioniert und keine negativen Kommentare zu erwarten sind. Die App zeigt hingegen an, wer zur bevorzugten Uhrzeit die selbe Strecke fährt und potentiell mit vom Länderticket profitieren könnte. Dazu müssen die anderen jedoch auch die App nutzen. Das Ganze klappt also nur gut, wenn die App auch von vielen Nutzern installiert wird. Zudem kann man wohl auch von einer Chat-Funktion Gebrauch machen um mit den Mitfahrern schnell in Kontakt treten zu können. Darüber hinaus ist auch eine Gruppen-Funktion integriert. Hier kann man sich ebenfalls im Voraus schon kurzschließen und gemeinsame Fahrten und Fahrzeiten absprechen.

„Wir wollen uns damit an die Spitze einer Bewegung setzen“, so ein Bahnsprecher. Ob die App auch dafür sorgt, dass die Bahn wieder mehr genutzt wird, bleibt abzuwarten. Aktuellen Zahlen zufolge hat sich die Nutzung der Fernbusse im Jahr 2014 verdoppelt. Fernbusse fahren zu unglaublichen Kampfpreisen. Hier kann die Bahn nicht mithalten, selbst wenn sie es wollte. Fernbusbetreiber zahlen bisher keine Maut und ähnliche Leistungen, während die Bahn für jeden zurückgelegten Kilometer Trassengebühren entrichten muss.


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