Das Smartphone ist ein Symbol des technologischen Fortschritts der Menschheit. Was früher noch ganze Räume und gigantische Kühlanlagen benötigte, passt heute in die Hosentasche. Der Zugang zu Informationen wurde extrem vereinfacht, ganz zu schweigen von den Fortschritten in Sachen Kommunikation. Die Evolution des Smartphones ist aber noch lange nicht am Ende angelangt. Zusätzliche Innovationen erweitern seinen Einsatzbereich ständig. Dazu gehört auch ein Gerät, das Forscher der University of Illinois at Urbana-Champaign entwickelt haben. Mit seiner Hilfe kann nahezu jedes Smartphone in ein medizinisches Labor für einfache Untersuchungen verwandelt werden.


Bild: University of Illinois at Urbana-Champaign

Das Schweizer Messer für Labortests

Die Forscher tauften das Gerät auf den Namen „spectral transmission-reflectance-intensity(TRI)-Analyzer“. Im Verhältnis zu einer Laborausstattung ist der TRI-Analyzer mit einem Preis von 550 US-Dollar vergleichsweise günstig. Das Gerät nutzt Licht und eine Spektralanalyse, um viele der gängigsten Labortests durchzuführen. „Our TRI Analyzer is like the Swiss Army knife of biosensing“, so Professor Brian Cunningham, der Donald Biggar Willett Professor für Ingenieurswissenschaften und Direktor des Micro + Nanotechnology Lab an der University of Illinois at Urbana-Champaign.

Der TRI-Analyzer kann im Grunde jeden Labortest durchführen, bei dem eine Flüssigkeit zum Einsatz kommt, die ihre Farbe oder optischen Eigenschaften verändert. „Our Analyzer can scan many tests in a sequence by swiping the cartridge past the readout head, in a similar manner to the way magnetic strip credit cards are swiped“, so der Doktorand Kenny Long, der Hauptautor der Studie.


Mobile Einsatzfähigkeit bietet Vorteile

Derartige Technologie wird eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, medizinische Versorgung in strukturschwachen Gegenden sicherzustellen. Die verhältnismäßig geringen Kosten in Kombination mit der Mobilität des Systems machen es zum perfekten Mittel für den Einsatz in Entwicklungsländern. Die Technologie nimmt moderne Krankenhaus-Labore und legt sie sozusagen direkt in die Hände von Menschen, die sie unmittelbar vor Ort einsetzen können. Auch ein Einsatz in der Notfallmedizin wäre je nach Genauigkeit der Ergebnisse denkbar, um wertvolle Zeit bei der Analyse von Blutwerten zu sparen.

via Futurism

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