Glatze? Muss bald nicht mehr sein. Unschöner Haarwuchs an schönen Frauenbeinen: Auch nicht. Dazu ist dann nicht einmal eine schmerzhafte Behandlung zur Haarentfernung nötig. US-Forscher haben herausgefunden, was Wachstum anregt und verhindert: Signale, die von Zelle zu Zelle weitergereicht werden. Sie wenden sich an bestimmte Regionen, etwa an den Teil des männlichen Kopfes oberhalb der Stirn. Sie signalisieren entweder „Wachsen“, dann sprießt das Haupthaar. Oder sie befehlen das Gegenteil. Dann fallen die Haare aus. Häufig ist es so, dass nur die „hohe Stirn“ betroffen ist. Der Rest nicht, sodass ein Haarkranz übrig bleibt.

Signalstörungen verändern den Haarwuchs

Maksim Plikus, der an der University of California am Standort Irving Entwicklungs-und Zellbiologie lehrt, und der Mathematikdozent Qing Nie haben das Geheimnis entschlüsselt. Sie fügten Know-how über die Haut und die Signale, die Körperzellen empfangen und Aussenden, und ein mathematisches Modell zusammen. Daraus schlossen sie, dass es zu Unregelmäßigkeiten kommt, wenn das komplexe Signalsystem gestört wird. Dann wächst das Haar büschelweise in den Achselhöhlen. Und auf dem Kopf herrscht gähnende Leere. Im ersten Fall, so Plikus, senden Haarzellen verstärkt Signale, die übermäßiges Wachstum auslösen. Im zweiten Fall schwächeln sie oder bleiben ganz aus.

Zellkommunikation sorgt für Wachstum

„Wenn die Kommunikation zwischen der Glatzenregion und den behaarten Stellen wiederhergestellt werden könnte, würden auf der gesamten Kopfhaut wieder Haare sprießen“, ist Plikus überzeugt. „Wir haben die Signale identifiziert, die das Haarwachstum anregen“, sagt der Biologe. „Und wir haben die Signale dingfest gemacht, die es verhindern.“ Jetzt könne man darangehen, diese so zu beeinflussen, dass die gewünschte Wirkung eintritt.

via University of California

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