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„Hack the Pentagon“: US-Verteidigungsministerium bittet Hacker um Hilfe

Von großen Unternehmen ist eine solche Zusammenarbeit bereits seit längerem bekannt. Diese belohnen Hacker mit Bonuszahlungen, wenn die privaten Computerexperten die Unternehmen auf Sicherheitslücken hinweisen. Dies bringt für beide Seiten Vorteile mit sich: Die Unternehmen können die Sicherheitslücke schließen und die Hacker kommen nicht in Versuchung diese auszunutzen. Nun hat erstmals auch eine US-Bundesbehörde ein solches Programm aufgelegt. Unter dem Titel „Hack the Pentagon“ sind Hacker eingeladen, die öffentlichen Webseiten des US-Verteidigungsministeriums genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Aufdecken von Sicherheitslücken wird dann ebenfalls mit einer Geldzahlung belohnt. Allerdings ist die Teilnahme an Bedingungen geknüpft: Die Hacker müssen US-Bürger sein und sich im Vorfeld selbst einem Sicherheitscheck unterziehen.

Hacker

Verteidigungsminister Ashton Carter ist ein Freund neuer Technologien

Verkündet wurde das Programm von Verteidigungsminister Ashton Carter während eines Besuchs im Silicon Valley: „Ich ermuntere meine Leute immer dazu, auch einmal außerhalb der fünfeckigen Box des Pentagons Überlegungen anzustellen“, erklärte der Politiker und fügte später hinzu: „Ich bin zuversichtlich, dass diese innovative Initiative unsere digitale Abwehrfähigkeit verbessern und in letzter Konsequenz unsere nationale Sicherheit verstärken wird.“ Der Verteidigungsminister pflegt dabei bereits seit längerer Zeit einen engen Kontakt zur IT-Branche. So war er zuvor bereits zweimal im Silicon Valley zu Besuch und steht in regelmäßigem Kontakt zu den großen Internetfirmen wie Google oder Facebook.

Google-Boss Eric Schmidt sitzt an der Spitze eines neuen Beratergremiums

So kündigte er ebenfalls die Gründung eines Beratergremiums namens „Defense Innovation Advisory Board“ an. Dessen Vorsitz soll Eric Schmidt übernehmen – im Hauptberuf Unternehmenslenker bei Googles neuer Mutterfirma Alphabet. Die Beraterrunder soll das Verteidigungsministerium dabei bei „kulturellen und organisatorischen Herausforderungen der Zukunft beraten, was auch die Nutzung neuer Technologien einschließt“, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erläuterte. Die Zusammenarbeit kommt dabei zu einem Zeitpunkt, in dem die Beziehungen zwischen der US-Regierung und dem Silicon Valley nicht vollkommen unbelastet sind. So hatte Apple sich geweigert, die Verschlüsselung des iPhones eines Terrorverdächtigen aufzuheben. Im daraus entstehenden Streit mit den Justizbehörden hatten sich dann viele IT-Unternehmen mit Apple solidarisiert.

Via: Phys.org

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