Ein Mitglied des Chaos Computer Clubs konnte den Fingerabdruck der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erfolgreich kopieren. Das gelang dem Hacker dank eines hochauflösenden Fotos. Der Chaos Communication Congress (31C3) startete am Wochenende und gilt als Treffen der Hacker-Elite. In diesem Jahr stehen vor allem die Sicherheitsbedenken der Datenwolken im Fokus. Zudem zeigen Hacker wie einfach ein Fingerabdruck gefälscht oder ein Augen-Scann überlistet werden kann.


Fingerabdruck
CCC knackt Fingerabdruck von Verteidigungsministerin

Biometrische Sicherheitstechnik ist nicht sicher

Finger drauf und los! Mit diesem Slogan werben Technik-Giganten wie Apple beispielsweise und preisen den neuen Fingerabdruckscanner an. Ähnlich verhält es sich mit modernen Iris-Scanns. Die Experten vom Chaos Computerclub zeigen jedoch wie verhältnismäßig einfach die „sicheren“ Technologien mittels Kopien geknackt werden können. Es genügt bereits ein hochauflösendes Bild der Person, der man schaden möchte. Ein Mitglied des CCC bewies jüngst, wie einfach der Fingerabdruck von der Verteidigungsministerin kopiert werden kann. Dafür benötigt man keine große Technik, sondern nur ein hochauflösendes Foto. Auch das ist in der heutigen Zeit erschwinglicher Digital- und DSLR Kameras kein Problem mehr. Biometrische Daten galten bisher als sehr sicher und Fälschungsresistent. Das zumindest versucht man den Verbrauchern vorzugaukeln. Das dem jedoch nicht so ist, zeigt der Chaos Computer Club. Den Experten zufolge ist es auch ein Leichtes beispielsweise die Iris von Angela Merkel zu scannen und zu kopieren. Hierfür genügen die hochauflösenden Bilder auf den Wahlplakten und Co.

Handelsübliche Software genügt

Jan Krissler vom CCC in Hamburg hat mit Bedacht Ursula von der Leyen als „Opfer“ ausgesucht um für einen großen Medienwirbel zu sorgen.  Der Experte betont dabei, dass für die Kopie des Fingerabdrucks handelsübliche Software zum Einsatz kam. Als Vorlage für die Kopie galt ein am 29. Oktober im Rahmen der Bundespressekonferenz geschossenes Foto von Frau  von der Leyen, welches ein Fotograf für das Experiment schoss. Fotografiert wurden Hände und Daumen der Verteidigungsministerin. Der Fotograf setzte im Rahmen der Schnappschüsse auf ein Objektiv mit einer Brennweite von zweihundert Millimetern. Zusammen mit der Software VeriFinger, die für knapp 400 Euro frei erworben werden kann, konnte der Fingerabdruck kopiert werden. „Mit der Sicherheit von Fingerabdrucksystemen ist es damit endgültig vorbei“, so Krissler in einem Bericht in der Zeit Online.


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