Hackfleisch ist eine beliebte Zutat in vielen Lieblingsessen der Deutschen. Grund genug für die Stiftung Warentest also umfangreiche Proben näher zu analysieren. Das Ergebnis der aktuellen Studie ist alarmierend. In rund jeder zweiten Hackfleisch-Probe wurden krankmachende Keime wie etwa Salmonellen und Bakterien nachgewiesen. Es wird daher dringend empfohlen das Hackfleisch vor dem Verzehr gut durch zu braten. Um die Keime sicher abzutöten soll das rohe Fleisch mindestens zwei Minuten bei Temperaturen in Höhe von 70 Grad und mehr erhitzt werden.


Hackfleisch
Hackfleisch roh und gebraten Foto/Michael Kammler

Hackfleisch sollte besser gebraten verzehrt werden

In einem aktuellen Test hat die Stiftung Warentest mehrere Proben gemischten Hackfleischs analysiert. Geprüft wurde die Fleischqualität und die Belastung mit Keimen. Bei sechs der getesteten Produkte wurde das Mundgefühl, der Geschmack und der Geruch als sehr gut eingestuft. Insgesamt wurden 21 Hackfleischprodukte getestet, bei denen 16 abgepackt und fünf von der Fleischtheke stammten. Bei den Proben handelte es sich jeweils um ein Gemisch aus  Schweine- und Rindfleisch.  Zehn der getesteten Produkte konnten mit dem Attribut „gut“ ausgezeichnet werden. Fünf Proben wurden als „ausreichend“ eingestuft.  Die letzten fünf Proben schnitten daher so schlecht ab, weil hier jeweils eine besonders hohe mikrobiologische Belastung nachgewiesen werden konnte. „In einer Probe wurden sogar schädlich Salmonellen festgestellt“, berichtet die Stiftung Warentest. Der Nachweis potentiell krankmachender Keime, die unter anderem auch Antibiotika-resistent sind, ist nicht gerade prickelnd. Im Rahmen der sensorischen Bewertung (Geruch, Geschmack, Konsistenz) schnitt das tagesfrische Hackfleisch besser ab als das eingepackte. Beim eingepackten Hack wurden allerdings weniger Keime festgestellt. „Der Testsieger kommt von der Supermarkt-Bedientheke“, so Stiftung Warentest weiter. Unter den besten abgepackten Produkten mauserte sich Hackfleisch vom Biofleischer, das mit knapp 12 Euro pro Kilogramm zu Buche schlägt.

Biofleisch punktete gleich mehrfach

Insgesamt schnitt das Biogehacktes bei den Tests ziemlich gut ab. Lediglich eine Probe bekam nur das Attribut „ausreichend“. Im Bereich der Sensorik konnten die Bioprodukte gleich vier Mal punkten. Zudem erhielt das beste Biohackfleisch als einzige abgepackte Probe ein sehr gut. Zusammenfassend empfiehlt die Stiftung Warentest das tagesfrische Hackfleisch von der Theke noch am selben Tag zu verzehren. Das abgepackte Hackfleisch sollte spätestens mit dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums verarbeitet werden. Insgesamt wurden in der letzten Zeit ziemlich hohe Keim-Belastungen in Schweinefleisch festgestellt. Besonders gefährlich sind dabei Keime, die Antibiotika-Resistenzen gebildet haben. Diese wiederum entstehen aufgrund der hohen Zufuhr von Antibiotika im Rahmen der Schweinemast.


Antibiotika-Resistente Keime nehmen zu

Zuletzt sorgte der BUND mit einer Stichproben-Untersuchung von Putenfleisch für Aufsehen in den Medien. Das in Discountern erworbene Putenfleisch war in 88 Prozent der Proben mit Antibiotika-Resistenten Keimen belastet. Die Untersuchungen hielten sich in einem recht überschaubaren Rahmen, so dass die Studie nicht repräsentativ genug gewesen ist. Hier besteht jedoch dringender Nachholbedarf. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem reagieren sehr empfindlich auf belastetes Fleisch. Beim Verzehr kann es binnen weniger Stunden zu schmerzhaften Bauchkrämpfen und unangenehmen Durchfall kommen. Oftmals müssen sich die Betroffenen auch mehrfach Erbrechen. Um eine Dehydratation zu vermeiden gilt es in diesem Fall besonders viel zu trinken und sich auszuruhen.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.