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Hamburgs Stadtverwaltung verbannt Kaffeekapseln und setzt auf Nachhaltigkeit

Die Stadt Hamburg hat eine wegweisende Entscheidung getroffen: Von nun an sollen Verwaltung und Institutionen verschiedene umweltschädliche Dinge nicht mehr kaufen, darunter auch die ohnehin in starker Kritik stehenden Kaffeekapseln.

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Die Stadt Hamburg geht neue Wege

»Einkaufsmacht für Fortschritt nutzen«

Ein 150-seitiger Leitfaden regelt von nun an in Hamburg ganz genau, welche Einkäufe für die Verwaltungsorgane tabu sind. Kaffeekapseln sind ganz vorne mit dabei, ebenso wie Einweggeschirr, Chor-Reiniger, biozidhaltige Wandfarben und PET-Einwegflaschen. Damit will die Stadt zum Vorbild für andere Ortschaften werden, die sich ebenfalls auf umweltfreundliche Pfade begeben. Ganz ohne konkreten Anlass kam diese Entscheidung allerdings nicht zustande: Brüssel mahnte vor einiger Zeit bereits mehr Nachhaltigkeit an und gab feste Vergaberichtlinien vor, die bis April 2016 erfüllt sein sollen. Hamburg machte daraus das Projekt »Einkaufsmacht für Fortschritt nutzen«, der entsprechende Leitfaden besitzt denselben Titel.

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Kaffee in der Verwaltung nachhaltig genießen

Kaffeekapseln schaden der Umwelt und sind teuer

Die Kaffeekapseln stehen schon lange unter starker öffentlicher Kritik, da sie die Müllberge sinnlos vergrößern. Auch der Preis für eine Tasse Kaffee aus der Kapsel ist nicht unbedingt günstig zu nennen: Die Bequemlichkeit kostet also zusätzlich zu den daraus resultierenden Umweltschäden noch recht viel Geld. Der neue Weg der Stadt Hamburg bringt noch weitere tiefgreifende Konsequenzen mit sich: Der verwaltungseigene Fuhrpark soll nach den neuen Vorgaben bis 2020 zu 50 % aus E-Autos bestehen.

Kaufpreisgrenzen von 500 beziehungsweise 1.000 Euro

Insgesamt gilt aber: Bis zu einer Kaufpreisgrenze von 500 Euro bietet der Leitfaden nur eine Empfehlung, in einigen Fällen gilt auch eine 1.000-Euro-Grenze. Von den Vorgaben abweichende Einkäufe müssen nicht einmal schriftlich begründet werden. Ob sich die Verantwortlichen also an den Katalog halten, ist häufig ganz allein persönliche Ermessenssache.


Quelle: www.welt.de

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