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Handydisplay mit integrierter Solarzelle deckt den eigenen Stromverbrauch

Die Akkulaufzeit eines heutigen Smartphones ist deutlich kürzer als früher bei klassischen Handys. Viele Kunden setzen daher auf mobile Energiequellen, um das Gerät auch unterwegs aufladen zu können. Dies kann beispielsweise ein Solarladegerät sein, aber auch eine sogenannte Powerbank. Die japanische Firma Kyocera verfolgt allerdings einen anderen Weg zur Lösung dieser Problematik. Das Unternehmen arbeitet an einem Smartphone-Display, in das eine Solarzelle integriert ist. Die Sonnenenergie könnte so dafür sorgen, dass nicht nur der Bildschirm energieneutral arbeitet. Vielmehr könnte sich das Handy so unterwegs auch immer wieder von selbst aufladen. Im Idealfall würden Ladegeräte und Steckdosen dann vollkommen überflüssig.

Drei Minuten Sonnenschein reichen für eine Minute telefonieren

Bis es allerdings tatsächlich soweit ist, ist noch ein bisschen Forschungsarbeit notwendig. Aktuell ist die Technik immerhin schon soweit, dass nach drei Minuten direkter Sonneneinstrahlung ausreichend Energie für ein einminütiges Telefonat gewonnen wurde. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies immerhin schon eine Steigerung von 800 Prozent. Die Kyocera-Manager versichern daher auch, dass die Technologie schon bald soweit sei, um serienmäßig in ein Smartphone eingebaut zu werden. Bisher allerdings ist der Energiegewinn für den gewöhnlichen Smartphonenutzer vermutlich viel zu gering. Wer legt schon sein Mobiltelefon stundenlang in die Sonne, wenn er es auch kurz an die Steckdose anschließen kann? Unterwegs wiederum befindet sich das Smartphone zumeist in der Hand- oder Hosentasche – wo auch keine direkte Sonneneinstrahlung stattfindet.

Die Sonnenenergie kann im Notfall das Handy am Leben erhalten

Kyocera nannte auf dem Mobile World Congress in Barcelona aber eine andere interessante Anwendungsmöglichkeit. So könnte die Solartechnik im Display beispielsweise als Notfallmechanismus dienen. Verläuft sich also jemand beim Wandern oder stürzt gar eine Klippe herab, kann die Sonnenenergie zumindest dafür sorgen, dass das Smartphone nicht ausgeht und geortet werden kann. Auch Camper, die länger in der freien Natur unterwegs sind, könnten darauf setzen, dass im Notfall zumindest genug Energie für einen Anruf vorhanden ist. Zunächst einmal will Kyocera aber weiter an der Verbesserung der Effizienz des Solardisplays arbeiten.

Via: DigitalJournal

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