In Frankreich sind Bidets im Bad weit verbreitet. Die niedrigen Sitzwaschbecken dienen zur Reinigung der Füße, aber auch der Genitalien und des Anus nach dem Toilettengang. Die Reinigung nach dem großen Geschäft per Wasserstrahl ist auch in Japan üblich. In Deutschland sind entsprechende Lösungen nicht weit verbreitet. Ein Startup aus Berlin möchte das ändern: Die Gründer Oliver Elsoud (33) und Frank Schmischke (28) haben mit ihrem Startup HappyPo eine portable Dusche für den Po entwickelt.


Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Hygienische Reinigung per Wasserstrahl

Was sich im ersten Moment ein wenig witzig anhört, ist für die beiden Berliner ein ernstzunehmendes Geschäft: 20.000 Euro haben die beiden bereits in die Entwicklung der HappyPo-Dusche investiert. Die bloße Reinigung mit Toilettenpapier ist nicht immer vollständig hygienisch. Wer sich noch sauberer fühlen will, für den ist die HappyPo-Dusche die perfekte Lösung. Das Gerät wirkt wie eine überdimensionierte elektrische Zahnbürste, hat aber einen ganz anderen Einsatzzweck. Es wird vor dem großen Geschäft am Waschbecken mit lauwarmen Wasser gefüllt und kann im Anschluss nach Verrichtung der „Number two“ nach Nutzung des Toilettenpapiers durch die selbe Bewegung in Position gebracht werden. Auf Knopfdruck schießt dann ein Wasserstrahl hervor, der die empfindliche Region zusätzlich reinigt. Druck und Position des Wasserstrahls können dabei nach Belieben reguliert werden.

Die Macher wollen nicht nur die Hygiene der Nutzer verbessern, sondern auch etwas für die Umwelt tun. In Deutschland werden aktuell etwa 2,4 Milliarden Rollen Toilettenpapier pro Jahr verbraucht. Bei Verwendung der HappyPo-Dusche kann der Verbrauch pro Jahr und Person von 50 Rollen auf 10 gesenkt werden.


Die HappyPo Po-Dusche
Preis: 19,99€
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2017

HappyPo bei Die Höhle der Löwen

Damit sie mit ihrem Unternehmen weiter wachsen können, sind die beiden Berliner derzeit auf der Suche nach Investoren. Zu diesem Zweck haben sie sich auch bei der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ beworben und durften ihre Geschäftsidee mit einem Pitch den Juroren vorstellen.

Der Pitch sorgte während der Dreharbeiten für viel Heiterkeit. Aber natürlich gibt es einen ernsten Hintergrund. 120.000 Euro für 25 Prozent Firmenanteile – so lautet das Angebot der beiden Berliner an die Löwen. Interessenten gab es durchaus. „Ich bin viel in afrikanischen Ländern unterwegs und vor allem in Arabien. Ich liebe die Handbrause neben der Toilette“, so die Löwin Dagmar Wöhrl. Ob die beiden Gründer einen der Löwen überzeugen konnten, wird sich morgen Abend bei der Ausstrahlung des Pitches zeigen.

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1 Kommentar

  1. Angelika Schreiber

    14. November 2017 at 20:50

    Da wird Hygiene in unserer Zivilisation sehr groß geschrieben, aber bei einem Thema, das jeden mindestens einmal pro Tag betrifft, herrscht betretenes Schweigen, da es sich um ein Tabuthema handelt: das Thema ist der Toiletengang. Mit normalem, trockenem Toilettenpapier wird man einfach nicht richtig sauber. Selbst feuchtes TP reicht nicht mehr aus, wenn man sich einmal längere Zeit dran gewöhnt hat, dass man seinen Po nach jedem Toilettengang gründlich auswäscht. Kann man das nicht, fühlt man sich für den Rest des Tages total unwohl und unsauber. Es ist im 21. Jahrhundert ein Skandal, dass nicht in jeder Toilettenkabine fließendes Wasser zur Verfügung steht – es wäre überall vorhanden, da die Spülung ja auch mit Wasser funktioniert! Ich habe mir in der Arbeit angewöhnt, immer einen gefüllten Wasserbecher mit auf die Toilette zu nehmen und wegen ihrer besseren Reißfestigkeit vor Betreten der Kabine noch ein paar Papierhandtücher mit hinein zu nehmen – den Rest muss man nicht näher ausführen, denke ich …..

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