Hawaii: Teslas Powerpacks speichern Solarstrom für die Nacht

Hawaii ist der US-Bundesstaat mit den höchsten Elektrizitätspreisen. Lange Zeit setzten die Inseln im Pazifik vornehmlich auf Ölkraftwerke. Inzwischen hat allerdings ein Umdenken stattgefunden und die Erneuerbaren Energien werden gefördert. Die Insel Kauai mit ihren rund 30.000 Haushalten kann inzwischen bei optimalen Bedingungen zu einhundert Prozent auf eine nachhaltige Stromversorgung setzen. Anders sieht dies aber in der Dämmerung und bei Nacht aus. Dann müssen die Einwohner und Stromversorger doch noch die Dieselgeneratoren anwerfen. Ein Projekt des Unternehmens SolarCity, das vor kurzem von Tesla übernommen wurde, soll dies zukünftig allerdings ändern. Denn auf Kauai wird ein Solarkraftwerk realisiert, das den produzierten Strom in Powerpacks speichern und erst bei Bedarf abgeben kann.

Via: Electrek

Teslas Solarenergie ist günstiger als die vorhandenen Dieselkraftwerke

Insgesamt werden bei dem Projekt 55.000 Solarpanels mit einer Gesamtleistungsfähigkeit von 13 MW verbaut. Hinzu kommen noch 272 Powerpacks, die insgesamt über eine Speicherkapazität von 52 MWh verfügen. Die gespeicherte Energie wird dann bei Bedarf zu einem Preis von 13,9 Cent pro Kilowattstunde in das Netz eingespeist. Damit trägt Teslas Speicheranlage sogar zu sinkenden Strompreisen bei. Denn die Dieselkraftwerke auf der Insel erhalten eine Vergütung von 15,48 Cent. Die Einwohner auf Hawaii zahlten zuletzt sogar stolze 27,68 Cent pro Kilowattstunde. Langfristig können Erneuerbare Energien und die dazugehörigen Speichertechnologien also zu einer finanziellen Entlastung der Bewohner Hawaiis führen. Zumal Tesla in den nächsten Jahren die Errichtung zahlreicher weiterer Powerpack-Anlagen plant.

Auf Hawaii werden neue Ansätze zur Stromproduktion getestet

Damit trägt das Unternehmen zudem dazu bei, dass die Klimaschutzziele des Bundesstaats eingehalten werden können. Denn ab dem Jahr 2045 will Hawaii ausschließlich auf Erneuerbare Energien setzen. Die Solarenergie bietet sich dabei aus wettertechnischen Gründen an. Ihr größter Nachteil, die inkonstante Produktion, kann zukünftig durch Technologien wie Teslas Powerpacks ausgeglichen werden. Zusätzlich werden auf den Inseln im Pazifik aber auch unkonventionelle Ansätze zur Stromproduktion ausprobiert. So ist dort ein Wellengenerator namens Azura Wave in Betrieb, mit dessen Hilfe aus den von Surfern geliebten Riesenwellen Energie gewonnen werden soll. Außerdem befindet sich an der Küste auch ein Meereswärmekraftwerk, das vom Prinzip her wie ein Erdwärmekraftwerk im Wasser funktioniert.

Via: Electrek