Schwarze und auch weiße Löcher begeistern die Menschheit seit jeher. Die riesigen energiegeladenen Monster aus dem All verschlucken alles, was sich in der unmittelbaren Nähe befindet. Im Inneren der dunklen Giganten befindet sich laut dem Physiker Stephen Hawking allerdings auch noch eine extrem schwer nachweisbare Strahlung, die sogenannte Hawking-Strahlung, von  dem Schwarzen Loch abgegeben wird. Bisher konnte diese Strahlung noch nicht an einem schwarzen Loch nachgewiesen werden. Forschern ist nun jedoch ein Versuchsaufbau gelungen, der die Untersuchung der Hawking-Strahlung um ein Vielfaches erleichtert.


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Foto: „Die Erde im Weltall“; Pb 2001 CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Der Blick in das Schwarze Loch

Jeff Steinhauer, der Physiker vom Technion (Israel Institute of Technology) in Haifa hat mit seinem Team eine Art Laser aus Schwarzen Löchern gebaut, der eine neue Möglichkeit bietet die Hawking-Strahlung im Labor erforschen zu können. In der Fachzeitschrift „Nature Physics“ wird das Experiment näher beschrieben. Bisher konnte diese besondere Strahlung noch nicht bei echten schwarzen Löchern im All nachgewiesen werden. Der Versuchsaufbau soll nun jedoch im wahrsten Sinne der Wortes mehr Licht in das Dunkle bringen.

Bereits 1974 hat der Astrophysiker Stephen Hawking aufgezeigt, dass schwarze Löcher keinesfalls Einbahnstraßen sind und lediglich alles in der Nähe befindliche absorbieren und sozusagen in das Nichts katapultieren. Schließlich lässt auch die Relativitätstheorie in Kombination mit der Quantenphysik Rückschlüsse darauf zu, dass eine ganz schwache Strahlung auch aus dem Inneren eines schwarzen Lochs nach Außen abgegeben wird. Ein Nachweis dieser extrem schwachen Strahlung ist bisher noch nicht geglückt. Mit der Hilfe der neuen Apparatur von Jeff Steinhauer kann sich das in Zukunft ändern. Neben der Analyse der Hawking-Strahlung ermöglicht das neue Versuchslabor auch einen Einblick in ein Schwarzes Loch. Zuletzt können darüber hinaus auch Rückschlüsse auf die Ausdehnung des „jungen Universums“ gezogen werden, wie Steinhauer erklärt.


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