HELGA, MySchleppApp, Teamwallet, Tattoomed & Fluxbag in Die Höhle der Löwen 2017

Die Erfolgsshow „Die Höhle der Löwen“ ist ab dem 5. September 2017 wieder jeden Dienstagabend ab 20:15 Uhr auf Vox zu sehen. Auch in diesem Jahr sind sehr interessante Erfinder und Gründer dabei, die innovative Produkte präsentieren und auf der Suche nach Investments sind. Dabei stellen sie sich einer versierten Jury. In diesem Jahr sind auch neue Jury-Gesichter dabei. Neben den „alten“ Mitgliedern wie Ralf Dümmel (50), Judith Williams (45), Frank Thelen (41) und Carsten Maschmeyer (58) ist Dagmar Wöhrl (63) neu im Löwenkäfig. Insgesamt wird es zwölf Folgen geben. Wir wollen euch mit diesem Beitrag einen Überblick vermitteln und stets auf dem Laufenden halten.

Die „Löwen“

Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

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HELGA: Veganer Algendrink soll auch in Deutschland zum Hit werden

Algen spielen in der Lebensmittelindustrie noch eine relativ untergeordnete Rolle. Dennoch werden sie als ältestes Superfood der Welt gesehen. „Algen sind DAS Lebensmittel der Zukunft“, erklärt die Chemikerin Anneliese Niederl-Schmiedinger. Die 40-jährige hat zuammen mit ihren beiden Mitgründerinnen Renate Steger (34) und Ute Petrisch (43) ein Erfrischungsgetränk auf Basis der Chlorella-Alge auf den Markt gebracht. Der Drink namens „HELGA“ (healthy algae) ist vegan, zuckerarm und vitaminreich und eignet sich gut für eine gesundheitsbewusste Ernährung.

„HELGA“: V.l.: Renate Steger, Anneliese Niederl-Schmidinger und Ute Petritsch Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Veganer Superfood-Drink mit wenig Kalorien

Das junge Startup kommt aus Österreich und züchtet die für die Herstellung des Getränks notwendigen Süßwasseralgen in speziellen Tanks. Dort kann Chlorella zehnmal schneller gedeihen als jede Landpflanze. Die Gründerinnen selber beschreiben den Geschmack ihrer Algen-Limonade als „spritzig, erfrischend und irgendwie nach Power“. In Österreich konnten sich die drei Powerfrauen mit HELGA bereits etablieren. Nun soll nach Deutschland expandiert werden.

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Zuletzt aktualisiert am 12.12.2017

Eine 250-ml-Flasche Helga hat nur 30 Kalorien und liefert 29 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin B12. Die drei Gründerinnen sind überzeugt davon, dass ihr Drink auf ein Lebensmittel setzt, das eines Tages eine entscheidende Rolle in der Lebensmittelindustrie spielen wird. „Die Weltbevölkerung wird in wenigen Jahren auf acht Milliarden Menschen anwachsen, die alle ernährt werden müssen. Algen haben den Vorteil, dass sie 10 bis 20 Mal so schnell wachsen wie Landpflanzen. Und je nachdem, welche Alge man züchtet, vereinen sie ein großes Portfolio unterschiedlicher Nährstoffe“, so Niederl-Schmiedinger.

HELGA bei Die Höhle der Löwen

Um ihre Expansion nach Deutschland finanziell abzusichern, treten die drei Frauen mit HELGA bei Die Höhle der Löwen an, um einen der Löwen als Investor zu gewinnen. 375.000 Euro für 15 Prozent Anteil am Unternehmen – so lautet das Angebot der Gründerinnen. Erfahrungen mit Superbrausen hat der Löwe Ralf Dümmel, der sich bereits in der letzten Staffel an einem entsprechenden Getränk beteiligte. Aber auch die anderen Löwen sind grundsätzlich offen für Food.Investments. Der gesunde Algendrink hat also durchaus eine Chance, unter den Löwen einen Investor zu finden.

MySchleppApp – Virtuelle Notrufsäule fürs Handy als ADAC-Alternative

Mit dem Auto liegen zu bleiben, ist ohne Frage ärgerlich. Und wer keine ADAC-Mitgliedschaft oder eine andere Absicherung vorzuweisen hat, für den kann der Spaß auch noch recht teuer werden. Denn Abschleppdienste kosten Geld. Hinzu kommt, dass die Preispolitik oft undurchsichtig ist und die Wahl des Abschleppdienstes nicht leicht fällt. Um das Bestellen eines Abschleppdienstes zu erleichtern, haben die beiden Gründer Frank Heck und Santosh Satschdeva eine App entwickelt, die ein bisschen wie Uber für Abschleppwagen funktioniert und die den klassischen Automobilclubs Konkurrenz machen will.

MySchleppApp: Santosh Satschdeva (r.) und Frank Heck Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

MySchleppApp als Alternative zu Automobilclubs

Frank Heck betreibt einen Abschleppdienst in Bonn. Zusammen mit Satschdeva hat er das Startup HESA Solutions GmbH gegründet und die App MySchleppApp entwickelt.

Die App dient dazu, liegengebliebene Autofahrer mit dem nächsten Abschleppdienst zu verbinden – und das zu günstigeren Preisen als jeder Automobilclub. Die Gründer gewannen 500 geprüfte Abschleppunternehmen als Partner – darunter natürlich auch das Unternehmen von Heck.

Die App funktioniert denkbar einfach. Wer einen Abschleppdienst anfordert, der bekommt dank Geotagging den nächstgelegenen verfügbaren Abschleppdienst zugewiesen. Die Anfahrtspreise werden je nach Entfernung und Tageszeit festgelegt und dem Kunden vor der Beauftragung des Dienstes transparent angezeigt. Der Kunde kommt so schnell und vergleichsweise günstig zu seinem Abschleppdienst, und die Unternehmen bekommen unkompliziert Aufträge zugewiesen, ohne Außenwerbung machen zu müssen.

Downloadlinks

Die App ist als Alternative zur Mitgliedschaft beim ADAC oder bei anderen Automobilclubs gedacht. Im Schnitt haben Autofahrer etwa alle 15 Jahre eine Panne – wer also nur wegen des Abschleppservices Mitglied ist, bezahlt im Schnitt deutlich mehr, als wenn er für die Pannen einzeln einen Abschleppdienst beauftragt. Die Macher der MySchleppApp sehen dies als überflüssig an – und wollen eine Alternative bieten.

Einmal Abschleppen per MySchleppApp kostet zwischen 119 und 250 Euro, was unterm Strich günstiger ist als die langjährige Mitgliedschaft in einem Automobilclub. Die App kann kostenlose in allen App Stores heruntergeladen werden. Bisher konnten mit der MySchleppApp bereits mehr als 3.500 Pannen behoben werden.

MySchleppApp im Video

MySchleppApp bei Die Höhle der Löwen

Die beiden Gründer haben sich mit ihrer App in die Höhle der Löwen gewagt, um Investoren zu sichern. Für 100.000 Euro bieten Heck und Satschdeva 10 Prozent der Firmenanteile.

Besonders interessant dürfte die App für den Mobil-Experten Frank Thelen sein. Allerdings fungiert die HESA Solutions GmbH als Agentur, die auch weitere Apps und Websites im Kundenauftrag erstellt. Derartige Firmengeflechte waren für die Löwen schon öfter ein Dealbreaker.

Teamwallet

Der Job des Kassenwarts in einer Sportmannschaft gehört mit Sicherheit nicht zu den beliebtesten Aufgaben. Denn zum einen ist er mit viel Papierkram verbunden. Zum anderen weiß jeder Unternehmer wie nervtötend es sein kann, offene Beträge einzutreiben. Gleich vier Gründer – Michael Schweizer, Nicolo Incorvaia, Kai Hörsting und Michael Schreiner – haben daher eine App entwickelt, die als virtueller Kassenwart dienen soll. Innerhalb der App können nicht nur alle Mitglieder den aktuellen Kontostand einsehen, sondern auch direkt Einzahlungen vornehmen. Ein weiterer großer Vorteil: Kommt jemand zu spät zum Training, kann für solche und ähnliche Vergehen direkt eine Strafzahlung angelegt werden. Die digitale Mannschaftskasse sorgt so für Transparenz und reduziert den Verwaltungsaufwand.

„Teamwallet“ (v.l.): Kai Hörsting, Nicolo Incorvaia, Michael Schreiner und Michael Schweizer Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Bis zu einem Kontostand von 1.000 Euro ist die App kostenfrei nutzbar

Hinzu kommen weitere kleine Features: So kann beispielsweise pro Tor ein bestimmter Betrag für einen guten Zweck gespendet werden. Letztlich entscheidet aber natürlich auch weiterhin die Mannschaft, was mit dem Geld aus dem Teamwallet gemacht wird. Der virtuelle Kassenwart dient lediglich als Unterstützung. Bis zu einem Kontostand von 1.000 Euro kann die App komplett kostenfrei genutzt werden. Geht es darüber hinaus, werden einige Funktionen kostenpflichtig. Konkret erhält die App dann an jeder Transaktion einen kleinen Anteil. Wie viele der aktuell rund 3.000 Mannschaften, die Teamwallet bereits nutzen, diesen Wert tatsächlich überschritten haben, ist nicht bekannt. Weitere Formen der Monetarisierung sind bisher nicht vorgesehen.

Das Potential reicht weit über den Fußball hinaus

In der Höhle der Löwen wollen die vier Gründer nun 75.000 Euro einsammeln und bieten dafür zehn Prozent der Unternehmensanteile. Das Geld soll vor allem genutzt werden, um die App bekannter zu machen und deutlich mehr Nutzer zu gewinnen. Außerdem sollen neben dem Amateurfußball noch zahlreiche weitere Sportarten für das Teamwallet erschlossen werden. Wie immer wenn in der Sendung eine App vorgestellt wird, dürfte auch diesmal Frank Thelen im Blickpunkt stehen. Der Löwe hat bereits selbst erfolgreich Apps aufgebaut – war bisher in der Sendung bei solchen Produkten aber auch immer besonders kritisch. Jede Menge Expertise könnte er aber auf jeden Fall einbringen.

Sendung vom 5.September 2017

ReMoD

Dindia Gutmann erlitt bereits als Baby einen Schlaganfall und ist seit dem halbseitig gelähmt. Den Prognosen der Ärzte zufolge muss Dindia eine Zukunft im Rollstuhl verbringen. Um ihrer Tochter dieses Leid jedoch zu ersparen entwickelte Mutter Anna Vonnemann mit MovEAid ein Gerät, welches für Dindia ein Gleichgewichtsorgan darstellt.

Es kostete Anna Vonnemann viel Zeit, Kraft und Ausdauer, bis das künstliche Gleichgewichtsorgan MovEAid fertiggestellt werden konnte. Zusammen mit ihrer Mutter und einer Physiotherapeutin, betritt Dindia Gutmann die Höhle der Löwen. Von dem einst bestandenem Handicap ist nichts mehr sichtbar. Dank MovEAid können Disbalancen ausgeglichen werden. Das führt unter anderem zu einem normalen Laufbild. In Kombination mit einer speziellen Trainingsmethode, können sich Menschen mit einer Schlaganfall bedingten Lähmung wieder ohne Einschränkungen bewegen. Der MovEAid-Prototyp bestand zunächst aus verlöteten Verkabelungen, die in einer Brotbüchse positioniert wurden. Ein ganz einfaches Gerät, dessen Wirkung jedoch groß war.

MovEAid im Video

So funktioniert das künstliche Gleichgewichtsorgan

MovEAid oder auch ReMoD (Remember Motion Device) bezeichnet, sitzt mit einer Weste am Körper und misst die Haltung des Trägers. Ist die Körperhaltung schief, sendet MovEAid dem Körper unterschiedlich starke Signale, so dass sich der Träger beispielsweise selbstständig wieder aufrichten kann. Die Haltungs- und Bewegungsfehler werden in Echtzeit ausgewertet. Zudem gibt das von ReMoD entwickelte Gerät Informationen an den Körper weiter, die aufgrund der Lähmung sonst nicht wahrgenommen werden können. Das Prinzip des Bio-Feedback-Gerätes ist somit einfach, und gleichermaßen genial. 2013 hatte die Erfinderin das Patent für MovEAid erhalten. In der Folge fand auch eine Finanzierung über das EXIST Gründerstipendium statt. Zusammen mit der Technischen Universität Berlin, konnte das künstliche Gleichgewichtsorgan mit Bio-Feedback weiterentwickelt werden. Im September 2016 startet ReMoD auch eine Crowdfunding-Kampagne, um Geld für eine Zulassung als Mediznprodukt einsammeln zu können. Nun möchten die Erfinder die Chance der Höhle der Löwen nutzen, um noch mehr für MovEAid zu sensibilisieren.

Luicella’s Eismix

Die meisten Löwen betonen immer wieder: Für ein Investment ist der Gründer oder das Gründerteam absolut entscheidend. Das Startup Luicella’s Eismix kann mit zwei ganz besonderen Gründern aufwarten: Markus Deibler schwamm Ende 2014 in Doha einen Weltrekord über 100 Meter Lagen auf der Kurzbahn – nur um kurz darauf seine Karriere zu beenden und sich auf seine Eisdiele zu konzentrieren. Mitgründerin Luisa Mentele wiederum zog es regelmäßig nach Italien, wo sie in Bologna den Abschluss an der bekannten Gelato-University machte. Gemeinsam betreiben die beiden in Hamburg bereits zwei sehr erfolgreiche Eisdielen – und wollen nun mit einem neuen Produkt die Löwen von einem Investment überzeugen.

Nur Milch und Sahne müssen noch hinzu gegeben werden

Denn der ehemalige Weltklasseschwimmer und die Eis-Expertin haben ein vollständig neues Produkt entwickelt: Eine Art Fertigmischung für Speiseeis. Diese Neuentwicklung hat einen familiären Hintergrund. Denn es war vor allem Luisa Menteles Schwester, die sich beklagte, in Süddeutschland nicht das leckere Eis aus Hamburg probieren zu können. Unter dem Namen Luicella’s Eismix wird daher nun eine Fertigmischung vermarktet, zu der lediglich noch Milch und Sahne hinzu gegeben werden muss. Eine Eismaschine wird hingegen nicht benötigt. Nach einer langen Experimentierphase sind inzwischen gleich zwei Geschmacksrichtungen auf dem Markt: Schoko Deluxe und Vanille. Ob eine der beiden einen Löwen von einem Investment wird überzeugen können, bleibt abzuwarten.

Der Verbrauch an Speiseeis in Deutschland ist hoch

Hersteller von Speiseeis gibt es in Deutschland allerdings bereits zahlreiche: So haben die Handwerkskammern alleine 22 reine Produzenten registriert. Hinzu kommen noch einmal rund 9.000 Eiscafes in ganz Deutschland. Alleine in Hamburg gibt es rein statistisch zwei Eisdielen pro Stadtteil. Möglich ist dies nur, weil die Deutschen auch enormen Appetit auf Speiseeis haben: Jeder Bundesbürger isst im Jahr 7,9 Liter Speiseeis. Für Luicella’s Eismix kann die weite Verbreitung der Eiskultur aber auch zum Problem werden: Denn die beiden Gründer müssen den Investoren erklären, weshalb jemand Eis per Fertigmischung selbst herstellen soll, wenn er auch einfach bei der nächsten Eisdiele vorbei gehen kann. Die Antwort gibt es in der Höhle der Löwen zu sehen.

Hearts for heels

Das Unternehmen von Gründerin Birgit Unger basiert auf einem persönlichen Problem. Denn die Füße der Unternehmerin fielen bei der bekannten Einteilung in Schuhgrößen schlicht durchs Raster: Entweder waren die Schuhe ein bisschen zu klein oder ein bisschen zu groß. Bei Wanderschuhen ist dies in der Regel kein Problem – ein dickes Paar Wollsocken kann schon einmal eine halbe Schuhgröße ersetzen. Anders sieht die Sache bei Pumps aus. Hier ist ein passender Schuh von entscheidender Bedeutung. Birgit Unger ist daher persönlich in den Baumarkt gefahren, hat das passende Material ausgesucht und daraus ein Produkt entwickelt, das nicht richtig passende Highheels der Vergangenheit angehören lässt: Ein Schaumstoff-Herz namens „Hearts for heels“.

Hearts for heels im Video

Die Produkte sind pünktlich zur Ausstrahlung erstmals im Handel erhältlich

Dieses wird bei spitz zulaufenden Schuhen einfach vorne vor die Zehen in die Schuhe gesteckt. Dies wiederum sorgt dann dafür, dass auch die Ferse auf der anderen Seite fest im Schuh sitzt. Das Produkt von Birgit Unger erfüllt daher gleich zwei Kriterien der Gründer für ein Investment: Es löst ein bekanntes Problem und es wurde selbst entwickelt. Um die erste Testreihe an Schaumstoff-Herzen produzieren zu können, musste das Unternehmen allerdings bereits einen Investor an Bord nehmen. Diese Maßnahme scheint sich aber gelohnt zu haben: Seit kurzem – und pünktlich zur Ausstrahlung des Pitches bei der Höhle der Löwen – sind die Produkte im Handel erhältlich

Judith Williams und Dagmar Wöhrl sollen als Investoren gewonnen werden

Die Gründerin selbst gehört bereits seit der ersten Staffel zu den Fans der Gründershow. Tatsächlich bewarb sie sich bei der Sendung schon unmittelbar nachdem sie die erste Idee für ihre Schaumstoff-Herzen hatte. Damals allerdings wurde ihr Ansinnen noch abgelehnt – es fehlte schlicht an einem dazugehörigen Unternehmen. Der Wunsch einmal bei der Sendung dabei zu sein, hat Birgit Unger aber dann bewogen, die Idee tatsächlich im großen Stil umzusetzen. Als Wunschlöwen nennt die Gründerin logischerweise zwei andere Highheels-Trägerinnen: Judith Williams und Dagmar Wöhrl. Deren Bereitschaft zu investieren soll zudem durch zwei Neuentwicklungen befördert werden: „Strips for Shoes“ für mehr Komfort an der Ferse und „Moons for Flat“ zur Polsterung in Wanderschuhen.

Otto Wilde Grillers – Infrarot-Gasgrill für das perfekte Steak

Bei den Otto Wilde Grillers handelt es sich um ein echtes Familienunternehmen. Vater Otto Wilde ist 67 Jahre alt und hat zusammen mit seinen Kindern Alex, Julia und Nils den Infrarot-Gasgrill Ottos O.F.B. (over-fired broiler) entwickelt. Das Ziel dahinter: Das perfekte Steak. Der Grill heizt mit 970 Grad dem Fleisch ein. Zwei Gaskartuschen sorgen für die nötige Energie und sind unabhängig voneinander kontrollierbar.

Die Idee kam den Wildes beim Steakessen. Perfekt war das Fleisch auf dem Teller scheinbar nicht gegrillt, und so entstand die Idee für Ottos O.F.B. Deutsche Ingenieurskunst vereint sich mit einem hochwertigem Produktdesign. Auf dem Hochleistungsgrill gelingt das Steak perfekt – inklusive brauner Kruste und zartem Inneren.

Natürlich gelingen auf dem Grill nicht nur Steaks. Auch Burger, Geflügel, Schweinebauch Würstchen oder Fisch und Gemüse können auf Ottos O.F.B. gegrillt werden. Der Grill made in Germany kommt vor allem auf dem US-amerikanischen Markt gut an – und das trotz starker Mittbewerber.

Otto Wilde Grillers im Video

Otto Wilde Grillers bei Die Höhle der Löwen

Bisher kam das Kapital für das Unternehmen vor allem via Crowdfunding ins Haus. Bei einer Kickstarter-Kampagne konnten von 536 Unterstützern etwa 335.000 Euro zusammen. Nun soll einer der Löwen als Investor gewonnen werden. Der Kapitalbedarf ist nach wie vor hoch – 2 Millionen Euro wollen die Otto Wilde Grillers. Dafür bieten sie 20 Prozent der Firmenanteile.

Mit dem Geld sollen weitere Grillvarianten entwickelt und vermarktet sowie die Präsenz auf dem US-amerikanischen Markt verstärkt werden. Vor allem die Löwen Frank Thelen und Carsten Maschmeyer kämen für dieses Investment in Frage.

Die Grillers sind mit ihrem Hochleistungsgrill sicher für einen der Löwen interessant. Aber zwei Millionen Euro imd eine Bewertung von 10 Millionen Euro sind eine Hausnummer. Die Höhe des Kapitalbedarfs könnte den Grillers letztlich zum Verhängnis werden.

ProtectPax

Hinter dem Startup ProtectPax aus Düsseldorf stehen Pascal Buchen (26) und Anthony Filipiak (22). Die beiden Gründer kommen aus Ratingen und bieten eine Lösung an, die Smartphones vor Glasbruch, Kratzern und Wasserspritzern schützen soll. Wer jetzt „Das gibt es doch wie Sand am Meer“ denkt, der irrt ganz gewaltig. Denn was ProtectPax bietet, klingt geradezu unglaublich. Statt auf eine Folie oder Schutzglas setzen die Buchen und Filipiak auf einen Schutzfilm aus Nanopartikeln. Aufgetragen wird dieser, indem zwei Tropfen einer Spezialflüssigkeit auf dem gereinigten Display verteilt werden.

Die Schutzschicht ist komplett durchsichtig, stört die Touch-Funktionalität der Displays nicht im Geringsten und schützt das empfindliche Displayglas nachweislich deutlich besser vor Kratzern und Bruch. Die Schicht muss alle 12 Monate erneuert werden, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Zwar sollte der Displayschutz nicht unbedingt mit einem Hammer getestet werden, aber die beiden Gründer versprechen eine Erhöhung der Glashärte etwa um den Faktor 600.

ProtectPax bei Die Höhle der Löwen

Buchen und Filipiak haben gute Chancen, mit ihrem Pitch bei den Löwen zu landen. Für 100.000 Euro bieten sie 15 Prozent der Unternehmensanteile an. Sowohl der Technologie-Experte Frank Thelen als auch der Marketing-Guru Ralf Dümmel wären gute Investoren für das junge Startup. Mit dem Geld wollen die Gründer ihr Unternehmen auf breiter Basis aufbauen und weitere Marketing-Wege erschließen.