Dem australischen Team um den Kardiologen Peter MacDonald vom St. Vincent Hospital in Sydney ist eine absolute Sensation gelungen. Schließlich konnten die Experten tote Herzen bei drei Patienten erfolgreich transplantieren. Dabei wurden die toten Herzen in einer speziellen Maschine „wiederbelebt“. Die drei Herzen, die maximal 20 Minuten nicht mehr schlugen, legten die Forscher in eine Transport-Box mit einer Spezial-Flüssigkeit. Anschließend wurden die toten Herzen mit der Hilfe eines neutralen Kreislaufs wieder zum Schlagen gebracht.


Bis zu 30 Prozent mehr Transplantationen möglich

Bis auf ganz wenige Ausnahmen, konnten bisher nur Herzen transplantiert werden, die nach dem Hirntot des Spenders noch weiter schlugen, betont MacDonald in einem Bericht. In der Folge werden die noch lebenden Herzen auf Eis gelegt und umgehenden zum Patienten befördert um die Transplantation vorzunehmen. Knapp sechs Stunden nur können die auf dem bisherigen Weg behandelten Spender-Herzen aufbewahrt werden. Der Vorteil der Transplantation stillstehender Herzen liegt daher auf der Hand. Nach der neuen Methode können die Spenderherzen über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden. Das könnte den Experten nach in der Zukunft im Fazit für 20 bis 30 Prozent mehr Transplantationen sorgen. Bisher wurde das neue Transplantationsverfahren an drei Patienten erfolgreich durchgeführt. Zwei Patienten, darunter auch eine 57-jährigen Frau, haben sich von dem Eingriff bereits gut erholt. Ein behandelter Patient liegt aktuell noch auf der Intensivstation.

Herzkatheter
Foto: Chikumaya, Drawn with Inkscape 0.43 CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Spenderherzen sind weltweit knapp

Die tragbare Herzmaschine sorgt nach wie vor für eine Sensation auf der ganzen Welt. Laut Bob Graham, dem Leiter des Victor Chang Institute, können sich die Ärzte auch die Herzen beziehungsweise die Funktionen vor einer Transplantation noch einmal anschauen. Weltweit füllt sich nahezu täglich die Liste mit Patienten, die auf ein Spenderherz warten. Da die bisherigen Bedingungen jedoch lediglich ein sehr enges Zeitfenster zu lassen, sind Herz-Transplantationen ein schwieriges und daher auch recht langwieriges Unterfangen. Dabei ist nicht einmal die Transplantation an sich das Problem, sondern eher die Vitalität des Spenderherzen.


Dank dem neuen  „Herz in der Box“ – Verfahren können auch längere Strecken mit Spenderherzen an Bord zurück gelegt werden. Somit dürfte auch in naher Zukunft die Transplantationsrate steigen. Weitere Informationen zu dem neuen Verfahren bezüglich Herz-Transplantationen liefert die Mitteilung des Victor Chang Instituts.

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