Als der HI-Virus Anfang der 1980er-Jahre erstmals von zwei französischen Wissenschaftlern beschrieben wurde, dachten diese noch, der Virus würde nur schwule Männer befallen. Dies stellte sich als Irrtum heraus, und heute grassiert eine weltweite Epidemie. Jedoch konnten seitdem auch beeindruckende Fortschritte gemacht werden. Aktuell können weltweit 15 Millionen Aidskranke therapiert werden, bis 2030 möchte die UN die Epidemie beendet haben.


HIV
Foto: Know your HIV status, Jon Rawlinson, Flickr, CC BY-SA 2.0

30 Jahre mit dem HI-Virus

Vor 15 Jahren war Aids noch ein Todesurteil: Die erkrankten hatten eine Lebenserwartung von 36 Jahren, und jedes Jahr infizierten sich 3 Millionen Menschen pro Jahr mit dem HI-Virus, und zwei Millionen Menschen gingen an ihm zugrunde. Seit Mitte der 80er kämpft die Welt inzwischen einen Kampf gegen HIV. Verbesserte medizinische Versorgung und gute gesundheitliche Aufklärung führten zu einer starken Verbesserung der Situation.

Wenn die Bemühungen derart intensiv fortgesetzt werden, wird es der UN möglicherweise gelingen, ihr Verssprechen einzulösen, die Aids-Epidemie in den nächsten 15 Jahren zu beenden.


Dennoch fordern die Zahlen, die die UN in ihrem Bericht “How Aids changed everything” veröffentlicht hat, nicht gerade zu Höhensprüngen auf. Seit dem Jahr 2000 gab es 30 Millionen Neuinfektionen, und knapp 8 Millionen Menschen starben zwischen damals und heute an Aids.

Beeindruckende Fortschritte und persistierende Probleme

Vor 15 Jahren kostete die Therapie von HIV noch 10.000 Dollar pro Jahr. Diese kosten sind erheblich gesunken, heute sind die entsprechenden Medikamente bereits für 100 Dollar im Jahr erhältlich. Der Zugang zu den Medikamenten ist somit erheblich leichter geworden. HIV ist nach wie vor besonders stark in Afrika vertreten, aber Länder wie Zimbabwe, Äthiopien, Senegal, Thailand oder Südafrika gehen sehr effizient gegen den Virus vor. In Europa und den USA dagegen steigen die Zahlen der Neuinfektionen wieder, vor allem in der Gruppe von Männern, die Sex mit Männern haben.

Aids-Kranke werden weltweit immer noch in vielen Ländern ausgegrenzt. In 61 Ländern ist es strafbar, eine Infektion geheim zu halten. Die UN möchte dem mit verstärkter Aufklärung begegnen und den Zugang zu den Medikamenten weiter vereinfachen. Die größte Hoffnung ruht aber auf der Entwicklung eines Impfstoffes gegen dein Virus. Als gewonnen gilt der Kampf, wenn sich niemand mehr mit dem Virus infiziert. Auch wenn es dann noch Millionen Menschen geben wird, die mit der Infektion leben müssen.

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