Bisher konnte noch kein Nachweis erbracht werden, dass die Einnahme von homöopathischen Präparaten tatsächlich einen konkreten medizinischen Nutzen mit sich bringt. Im Normalfall schaden die Produkte aber zumindest auch nicht. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Mittel teilweise so stark verdünnt werden, dass sich vom ursprünglichen Wirkstoff nicht mal mehr ein einziges Molekül finden lässt. Die US-Gesundheitsbehörde FDA warnt nun allerdings: Nicht alle homöopathischen Präparate sind tatsächlich harmlos.


Giftige und täuschende Präparate sollen aus dem Verkehr gezogen werden

Tatsächlich wollen die Beamten nun verstärkt gegen zwei Arten homöopathischer Mittel vorgehen:

  1. Zum einen sollen Präparate aus dem Verkehr gezogen werden, die vorgeben besonders schwere Erkrankungen heilen zu können. So gibt es etwa Mittel, die angeblich gegen Krebs helfen – was natürlich Unsinn ist. Im schlimmsten Fall wird dadurch aber die dringend notwendige konventionelle Behandlung verzögert.
  2. Aber auch Mittel mit zu hoher Konzentration an giftigen Stoffen sind ein Problem. Besonders tragisch: Ein Präparat mit einer teilweise erhöhten Menge der Giftpflanze Belladonna wird in den Vereinigten Staaten mit gesundheitlichen Problemen von hunderten Kindern in Verbindung gebracht. Solche und ähnliche Fälle will die Behörde zukünftig deutlich schneller unterbinden.

Die Entscheidung dürfte auch vor dem Hintergrund gefallen sein, dass sich die Homöopathie immer größerer Beliebtheit erfreut. Jahrzehntelang handelte es sich eher um einen Nischenmarkt für vergleichsweise wenig Kunden. Inzwischen werden mit den entsprechenden Produkten aber bereits mehrere Milliarden Dollar im Jahr umgesetzt.

Bisher haben die Behörden nur selten eingegriffen

Die rechtlichen Regelungen in den Vereinigten Staaten sind allerdings auch weiterhin eher gnädig mit Homöopathie-Präparaten. So können diese ohne Genehmigung der Gesundheitsbehörden produziert und verkauft werden. Abgesehen von den beiden erwähnten Sonderfällen soll dies auch zukünftig so bleiben. Gegen die Grippe oder einen Schnupfen können also auch zukünftig Globuli genommen werden – vorausgesetzt sie enthalten keine schädlichen Inhaltsstoffe. In Deutschland ist die Situation ähnlich: Hier müssen die Produkte lediglich registriert werden – fundierte wissenschaftliche Studien sind dafür nicht notwendig. Einige Krankenkassen übernehmen sogar teilweise die Kosten homöopathischer Behandlungen, was immer wieder auf massive Kritik stößt.


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