Mit einer Spitzenleistung von mehr als 1,5 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde, die von knapp 43.000 CPU-Kernen ermöglicht wird, hat die TU Dresden einen neuen Supercomputer eingeweiht.


Supercomputer
HRSK-II Supercomputer Foto: Robert Gommlich/ZIH

Neuer Hochleistungscomputer in Dresden hochgefahren

Der neue Hochleistungscomputer HRSK-II wurde mit der Einweihung des neuen Rechenzentrums in Dresden nun offiziell in Betrieb genommen. Eine Bestätigung lieferte die Universität Dresden mit einem offiziellen Eintrag auf der Website. Wie der Mitteilung entnommen werden kann, verfügt das neue Rechenzentrum des Lehmann-Zentrums (LZR) der TU Dresden über eine Wasserkühlung, was aufgrund des Verzichts auf Kältemaschinen jährlich 250.000 Euro Betriebskosten einspart. Darüber hinaus soll ein Teil der durch die Superrechner entstehenden Wärme auf die umliegenden Gebäude verteilt werden. Das bringt zusätzliche Einsparungen.

„Durch spezielle Architekturmerkmale wie ein umfangreiches Energie-Monitoring mit adaptiven Steuer-Möglichkeiten und eine flexible E/A-Infrastruktur wird der beantragte HRSK-II in den Bereichen Energieeffizienz sowie Datenintensives Rechnen zu einem deutschlandweit einzigartigen Forschungsinstrument werden“, so der Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU, Wolfgang E. Nagel.


Hightech und jede Menge Leistung

Der neue Supercomputer verfügt über knapp 43.000 CPU-Kerne und erreicht eine Spitzenleistung von 1,5 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde (Petaflops). Mit diesen Werten werden bisherige HPC-Systeme abgelöst. Für spezielle Aufgaben kommen superschnelle SSD-Datenspeicher zum Einsatz. Zudem ist ein Verbund aus 2.000 Festplatten integriert.

Andere Supercomputer leisten deutlich mehr

Im weltweiten Vergleich ist der HRSK-II jedoch noch eine relativ kleine Nummer. So ist Intel dabei den schnellsten Supercomputer der Welt zu bauen. Die Aurora getaufte Maschine soll eine Rechenleistung von über 180 Petaflops erreichen. Als Auftraggeber für dieses Superleistungssystem fungiert das Energieministeriums der Vereinigten Staaten (United States Department of Energy). Der bisher schnellste Supercomputer der Welt steht in China und nennt sich Tianhe-2. Dieser erreicht eine Spitzenleistung von 55 Petaflops. Ebenfalls ziemlich beeindruckend sind auch die Daten des Cray XC40TM Supercomputers, der über 480.000 Rechenkerne und zwei Millionen Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen soll. Dieser Supercomputer soll in England in Zukunft seinen Dienst aufnehmen.

Bei der offiziellen und feierlichen Inbetriebnahme des neuen HRSK-II Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka vor Ort. Die Kosten für das neue Hightech-System teilten sich der Bund und das Land mit jeweils der Hälfte. Ursprünglich sollte der neue Supercomputer übrigens 2013 schon in Betrieb genommen werden.

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