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HSBC UK: Stimmerkennung verhindert Betrug beim Online-Banking

Bankgeschäfte zu erledigen, ist für viele Kunden in den letzten Jahrzehnten deutlich einfacher geworden. Oftmals müssen die Filialen selbst dabei gar nicht mehr aufgesucht werden. Diese neue Technik hat allerdings auch ihren Preis: Die „National Fraud Authority“ in Großbritannien schätzt, dass britische Kunden und Geschäfte alleine im letzten Jahr um rund 52 Milliarden Pfund durch den Diebstahl und die Nutzung fremder Bankdaten geschädigt wurden. Dies schließt unter anderem den klassischen Kreditkartenbetrug mit ein, aber auch den Diebstahl von Zugangsdaten zum Online-Banking. Die Großbank HSBC hat daher nun ein System entwickelt, bei dem Kunden sich mit ihrer Stimme identifizieren können – eine Methode, die von Betrügern nicht manipuliert werden kann.

The HSBC Global Technology Centre in Pune, India Via: By Amitauti (Own work) CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

The HSBC Global Technology Centre in Pune, India Via: By Amitauti (Own work) CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Die eigene Stimme ist so individuell wie ein Fingerabdruck

Heute hingegen ist das vergleichsweise einfach. Wer es schafft, an Daten wie PIN und TAN zu kommen, kann problemlos über ein Konto verfügen und muss keine weiteren Sicherheitsstufen überwinden. Handelt der Kunde dabei nicht grob fahrlässig, werden ihm die entstandenen Schäden zwar von der Bank ersetzt. Diese muss allerdings natürlich auch Gewinn machen und legt die Kosten daher auf alle Kunden um. Theoretisch könnte eine Eindämmung des Betrugs also für höhere Guthabenzinsen und günstigere Kredite sorgen. Ein Ansatz auf dem Weg dorthin ist die individuelle Identifizierung mit Hilfe der eigenen Stimme. Diese ist so individuell, dass sie selbst bei einer starken Erkältung noch unverkennbare Eigenschaften aufweist.

Die Nutzung erfolgt bisher noch auf freiwilliger Basis

Die Kunden können sich dabei entweder telefonisch oder mit Hilfe einer Smartphone-App identifizieren und erst dann ihre Geschäfte tätigen. Ein schlauer Algorithmus analysiert dann unter anderem die Aussprache, die Betonung, die Geschwindigkeit und die Lautstärke, um ein Profil der Stimme zu erstellen und dieses mit der Datenbank abzugleichen. Dies soll dabei selbst dann funktionieren, wenn der Kunde kein Muttersprachler ist, stottert oder die Grippe hat. Bisher ist die Nutzung der neuen Technologie allerdings noch freiwillig. Sollte sie sich in Großbritannien aber als erfolgreich erweisen, könnte sie schon bald auch in anderen Ländern eingeführt werden.

Via: DigitalJournal

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