Um in Sachen Hyperloop aus einer Vision Realität werden zu lassen, kommt es nicht nur auf technologische Aspekte an. Wie das Beispiel des Transrapids zeigt, ist vor allem die Unterstützung von Politik und Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Das Startup Hyperloop One hatte aber nicht die Kapazitäten, um weltweit für mögliche Routen zu werben. Stattdessen setzte das Unternehmen auf die breite Masse an Unterstützern und rief einen Wettbewerb ins Leben: Bei der Hyperloop One Global Challenge reichten ursprünglich 2.600 Teams eigene Entwürfe für zukünftige Hyperloop-Strecken ein. Nach mehreren Runden hat die eigens gegründete Fachjury nun die zehn Finalisten bekannt gegeben. Darunter befinden sich vier Strecken in den USA, jeweils zwei in Indien und Großbritannien sowie eine in Kanada und eine in Mexiko.


USA:

Cheyenne – Denver – Puelbo (580 Kilometer)
Chicago – Columbus – Pittsburgh (785 Kilometer)
Miami – Orlando (414 Kilometer)
Dallas – Houston (1030 Kilometer)


Vereinigtes Königreich:

Edinburgh – London (666 Kilometer)
Glasgow – Liverpool (545 Kilometer)

Mexiko:

Mexico City – Guadalajara (531 Kilometer)

Indien:

Bengaluru – Chennai (335 Kilometer)
Mumbai – Chennai (1102 Kilometer)

Kanada:

Toronto – Montreal (644 Kilometer)

Bisher fährt der Hyperloop nur auf Teststrecken, schon in wenigen Jahren soll er aber Passagiere und Waren transportieren. Foto: Hyperloop One

In einem nächsten Schritt werden die möglichen Passagierzahlen geschätzt

Voraussetzung für den Finaleinzug war nicht nur ein durchdachtes Konzept, sondern auch die Tatsache, dass bereits Gespräche mit den lokalen Behörden und potentiellen Unterstützern geführt wurden. Ein erstes Produkt dieser Bemühungen: Hyperloop One wird zukünftig eng mit dem „Colorado Department of Transportation“ kooperieren, um zu prüfen, inwieweit die Route von Cheyenne über Denver nach Pueblo realistisch ist. Ähnliches soll nun auch bei den anderen Finalteilnehmern geschehen. Durch Workshops und Machbarkeitsstudien sollen ausreichend Daten gewonnen werden, um eine konkrete Schätzung über die möglichen Passagierzahlen abzugeben. Darauf aufbauend kann dann ein Businessplan erstellt werden. Das Ziel: Bis zum Jahr 2021 sollen auf drei der Strecken bereits Züge in der Vakuumröhre unterwegs sein.

Zwei Konkurrenten arbeiten ebenfalls am Hyperloop

Hyperloop One ist aber nur eins von mehreren Unternehmen, die an der Realisierung des Hyperloop arbeiten. Die bisher größten Konkurrenten sind Elon Musk mit „The Boring Company“ und das Startup Hyperloop Transportation Technologies, das auf freiwillige Helfer aus aller Welt zurückgreifen kann.

Via: Tech Crunch

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