Je mehr Daten auf der Welt anfallen, desto größer wird auch das Bedürfnis nach neuen und besseren Speichertechnologien. Die Technik muss dabei über eine hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit verfügen sowie eine lange Haltbarkeit und eine starke Speicherdichte garantieren. Die sogenannte Phase Change Memory (PCM) Technologie bietet dabei ein enormes Potential, um diese Anforderungen bestmöglich zu erfüllen. Forschern des US-Konzerns IBM ist auf diesem Gebiet nun ein Durchbruch gelungen: Erstmals konnten in einer PCM-Zelle drei Bit gespeichert werden. Der Vorteil dieser Weiterentwicklung: Je mehr Bit dabei auf einer Zelle gespeichert werden können, desto stärker erhöht sich die Speicherdichte und desto geringer fallen die Speicherkosten pro Bit aus.


Via: Engadget
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Phasenwechselspeicher konnten bisher maximal zwei Bit pro Zelle speichern

Bei sogenannten Phasenwechselmaterialien lassen sich grundsätzlich zwei stabile Zustände unterscheiden: Die amorphe Phase mit tiefer elektrischer Leitfähigkeit und die kristalline Phase mit hoher Leitfähigkeit. Wird nun ein hoher oder ein mittlerer elektrischer Strom an das Material angelegt, kann dort – je nach Programmierung – eine „0“ oder eine „1“ eingespeichert werden. Durch die Messung des Widerstands mit Hilfe eines schwachen Stromflusses kann diese Speicherung dann später ausgelesen werden. Das grundlegende Verfahren ist dabei bereits bekannt und wird auch genutzt – beispielsweise bei wieder beschreibbaren Blu-Ray-Disks. Dabei konnten bisher aber immer nur ein oder maximal zwei Bits pro CPM-Zelle gespeichert werden.

Datenbankabfragen könnten enorm beschleunigt werden

Den IBM-Forschern gelang nun erstmals die dauerhafte und sichere Speicherung von drei Bit pro Zelle. Insgesamt nahmen die Wissenschaftler dabei rund eine Millionen Schreibvorgänge vor und konnten auch am Ende die Daten noch sicher auslesen. Die Technik scheint also auch bei langfristiger Nutzung nicht zu versagen. Einen Zeitplan bis wann die weiter entwickelte Technologie tatsächlich die Marktreife erreicht, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Konkrete Anwendungsbeispiele sind aber bereits denkbar. So könnten ganze Datenbanken in einem solchen Phasenwechselspeicher gesichert werden – was die Abfrage enorm beschleunigen würde. Auch das Betriebssystem eines Mobiltelefons ließe sich auf diese Art und Weise speichern.


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