In Europa sind diese Pillen schon seit einem Jahr erlaubt, nun wurden sie auch von der Food and Drug Administration (FDA) in den USA zugelassen. Der sandkorngroße Sensor wird wie traditionelle Medizin, zum Beispiel in einer Kapsel, eingenommen. Sobald sie im Magen landet und nass wird, sendet sie Informationen bezüglich der Verdauung oder des Herzschlages an das Smartphone des Users. Nach der Bestätigung des Nutzers wird diese Information anschließend an den Arzt weitergeleitet.


Igestion Event Maker: Werden Diagnosen in Zukunft so gemacht?

Angetrieben von Magensäure

Meistens steigt mit dem Alter auch die Anzahl an Tabletten die man schlucken muss. Mit der Zeit kann es passieren, dass die Kombination einiger Tabletten nicht mehr sehr wirksam ist oder sogar schädlich ist. Durch den neuen schluckbaren Sensor sind diese Sorgen Geschichte. Der sandkorngroße Sensor besteht aus Magnesium und Kupfer und kann wie eine normale Tablette in einer Kapsel geschluckt werden. Sobald die Tablette den Magen erreicht und durch die Magensäure nass wird, beginnt der Sensor zu wirken.

Pflaster aktiviert Smartphone

Durch einen weiteren Sensor in pflasterform am Körper kann erkannt werden, wann der Sensor anfängt zu arbeiten. Die aufgezeichneten Informationen bezüglich Verdauung, Herzschlag, etc. wird dann vom Pflaster zum Smartphone übermittelt. Die Proteus Digital Health Application sammelt die Informationen und nach Bestätigung des Patienten, werden die Daten an den Arzt übermittelt. Dadurch kann auch kontrolliert werden, ob Patienten die vorgeschriebenen Tabletten auch regelmäßig und in der korrekten Menge einnehmen. Augrund dieser Daten kann auch die Wirkung der Tabletten besser nachvollzogen werden und wenn nötig adjustiert werden.


http://vimeo.com/45229049

Quelle: geeky-gadgets.com, cbsnews.com

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3 Kommentare

  1. derKritiker

    4. August 2012 at 10:28

    Ist ja ganz nett … aber warum leben wir noch im Mittelalter und müssen uns für ne Darm- oder Magenuntersuchung noch nen Schlauch einführen lassen ?!?!?!?
    Extrem Rückständig.

  2. GeilesFlittchen

    4. August 2012 at 17:53

    @derKritiker:

    Was daran ist denn Ihrer Meinung nach „extrem rückständig“ ?
    Wenn Sie eine bessere Idee haben nur her damit.
    Mit mittelalterlich hat die Endoskopie rein gar nichts zu tun, es handelt sich um eine extrem schonende und aussagekräftige Untersuchungsmethode.

  3. Orwell

    8. August 2012 at 16:59

    Eine erschreckende Erfindung, ist sie doch grundlegend von Misstrauen des Arztes gegenüber dem Patienten geprägt. Möglicherweise wird es eines Tages nur noch solche Überwachungssysteme geben, allein aus haftungsrechtlichen Gründen wird der Arzt argumentieren, müsse er sicherstellen, die Medikamenteneinnahmen zu überwachen, auch die Krankenkassen könnten Bedingungen daran knöpfen, um Missbrauch einzudämmen oder Kosten zu senken. Es wird genug Gründe geben, die angeführt werden könnten, um so ein System zu etablieren. Der Patient kann dann kaum mehr dem Arzt entkommen oder es wird damit gedroht, dass seine Krankenkasse für Schäden nicht mehr auskommt. Wen man bedenkt, dass Grenzwerte in der Medizin gern herabgesetzt werden, um neue Patienten/bzw. neue Kunden und Märkte zu erschließen, dann muss einen so eine Technologie Angst machen. Weitere Infos zur Überwachungsparanoia und Bargeldkriminalisierung:
    http://www.survivalscout.de/2012/06/21/uberwachungsparanoia-bargeldkriminalisierung-gesichtserkennung-armband-fur-emotionen-und-gencheck/

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