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Ikea will bis zum Jahr 2020 mehr saubere Energie produzieren als verbrauchen

Der Möbelgigant Ikea betreibt weltweit in 27 Ländern insgesamt 315 Einrichtungshäuser. Mehr als 155.000 Mitarbeiter erwirtschaften in diesen einen Jahresumsatz von 31,9 Milliarden Euro. Ikea gehört damit zu den größten Unternehmen der Welt. Wie groß das Unternehmen wirklich ist, zeigt eine simple Tatsache: Der Ikea-Katalog besitzt eine Auflage von 220 Millionen Exemplaren und ist damit – noch vor der Bibel – das auflagenstärkste Druckerzeugnis der Welt. Der riesige Ikea-Konzern hat sich dabei in Sachen Energieversorgung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Ab dem Jahr 2020 will der Konzern zu einem Netto-Verkäufer von sauberer Energie werden. Wie dies funktionieren kann, zeigt sich in Kanada.

Ikea Möbel

Foto: IKEA, Kungens kurva, Huddinge; Holger.Ellgaard CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

In Kanada ist die Klimabilanz bereits positiv

Dort hat Ikea in der Provinz Alberta eine Windfarm mit insgesamt 55 Turbinen für etwa 92 Millionen Dollar gekauft. Diese 88 Megawatt Anlage namens „Wintering Hill“ produziert ausreichend saubere Energie, um 26.000 Haushalte oder 54 große Ikeamärkte zu versorgen. Bisher allerdings hat der Ikea-Konzern in Kanada lediglich rund ein Dutzend Einrichtungshäuser. Da das Unternehmen zudem bereits im Jahr 2013 eine weitere kanadische Windfarm gekauft hatte, produziert Ikea aktuell in Kanada mehr als viermal so viel nachhaltige Energie wie der Konzern selbst verbraucht. Der restliche saubere Strom wird dann innerhalb des Landes vermarktet und trägt so zu einer positiven Klimabilanz bei.

Insgesamt sollen 3,6 Milliarden Dollar investiert werden

„Dieses Investment in Erneuerbare Energien ist gut für unser Geschäft und bringt uns näher an unser globales Ziel, bis zum Jahr 2020 mehr saubere Energie zu produzieren als wir verbrauchen“, so Brendan Seale, der in Kanada für die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns verantwortlich zeichnet. Das Unternehmen hat für dieses Ziel insgesamt 3,6 Milliarden Dollar bereitgestellt. Davon wurde seit dem Jahr 2009 in etwa die Hälfte bereits investiert. Weitere 600 Millionen Dollar sind zudem verschiedenen zukünftigen Projekten zugesagt worden. Dennoch steht damit noch immer etwas mehr als eine Milliarde Dollar für Investitionen in Erneuerbare Energien bereit. Gut möglich also, dass Ikea schon bald den nächsten Kauf einer Wind- oder Solaranlage verkünden kann.

Via: The Local

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