Laut einem Bericht vom WDR und der Süddeutschen Zeitung hat das UMTS-Netz massive Sicherheitslücken, sodass IT-Experten den Verbrauchern davon abraten, beispielsweise Überweisungen über das Online-Banking zu tätigen. Angeblich sei es möglich, dass unbefugte Personen leicht Daten fremder Nutzer des UMTS-Netzes lesen können.


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Bis dato galt das UMTS-Netz als abhörsicher. Doch wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, ist dies nicht der Fall. So können nicht nur Telefonate mitgehört werden. Auch der Mailverkehr stellt eine Option für Unbefugte dar, die die Nachrichten fremder Verbraucher lesen können. Möglich machen dies gravierende Sicherheitslücken im UMTS-Netz. Der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert spricht von einer sehr großen „Gefahr“. Er kritisiert die Netzbetreiber, die seiner Meinung nach „unverantwortlich“ mit dem Telefongeheimnis umgehen würden.


Deutsche Telekom bestätigte weltweite Branchenprobleme mit dem UTMS-Netz

Experten geben an, dass der Zugriff über eine Sicherheitslücke im SS7-Protokoll möglich sei. Die SMS von Handys können dann bequem auf einem Laptop mit einer geringen Zeitverzögerung gelesen werden. Ein Sprecher des Bonner Telekommunikationsunternehmens Deutsche Telekom bestätigte die Sicherheitsprobleme bereits gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Der Sprecher gibt an, dass es sich um ein globales Problem der Branche drehen würde. Selbst wenn die Lücke im UMTS-Netz geschlossen werden könnte, würde demnach noch keine umfassende Lösung zur Verfügung stehen, die das Netz sicher macht.

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