Der Growroom des dänischen Zukunftslabors Space10 weckte vor einiger Zeit weltweites Interesse, nun haben die Forscher entschieden: Die Pläne für diese kugelförmige Gemüsefarm sollen zum Open-Source-Projekt werden. Wer möchte – und genügend Platz hat! – schnappt sich also Material und Werkzeug, um sich eine eigene Plantage zu bauen.


IKEA-Space10-open-source-design-Growroom-2-1020x610
Da ist Staunen angesagt! / Foto: Space10

Das Innere der Kugel bietet Platz für mehr als eine Person

Die Gemüsefarm nimmt nicht besonders viel Platz weg, da sie die Pflanzen auf mehrere Etagen verteilt. Im Inneren der Kugel bleibt genügend Platz für mindestens eine Person, die das Gemüse pflegen, abernten oder einfach nur etwas Zeit im Grünen verbringen möchte. Viel kosten sollte dieses Bauprojekt nicht, denn der Growroom besteht hauptsächlich aus Sperrholz, allerdings wird eine CNC-Fräse oder ein Lasercutter für den Zuschnitt benötigt. Wer Zugang zu einem dieser beiden Geräte besitzt, darf sich jetzt schon in die Startlöcher stellen und die kostenlosen Pläne herunterladen.

IKEA-Space10-open-source-design-Growroom-9-1020x610
Die kugelförmige Farm in voller Pracht / Foto: Space10

Lokale Versorgung mit geringem ökologischen Fußabdruck

Die Mitarbeiter von Space10 sind sich einig, dass möglichst viele Menschen von ihrer Erfindung profitieren sollen. In die Großproduktion einsteigen wollten sie aber nicht, auch die Versendung der Einzelteile quer durch die Welt kam für sie nicht infrage. Bei diesem Projekt geht es schließlich um die lokale Versorgung, mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck, darum war es nur folgerichtig, die Produkte vor Ort von fleißigen Händen bauen zu lassen.


Forschung und Inspiration sollen Hand in Hand gehen

Space10 wurde übrigens von IKEA ins Leben gerufen. Das Zukunftslabor hat sich im Herzen Kopenhagens angesiedelt und einen Ort geschaffen, an dem Forschung und Inspiration Hand in Hand gehen sollen. Das Mitarbeiterteam möchte ein besseres Alltagsleben für möglichst viele Menschen ermöglichen – und offensichtlich ist das Gesamtprojekt nicht ausschließlich auf Profit ausgerichtet. In diesem Sinne: Frischer Salat und Gemüse sind besonders gesund, dafür lohnt es sich schon, ein bisschen zu schrauben und zu werkeln!

Quelle: inhabitat.com

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Matthias Paschke

    19. Februar 2017 at 09:25

    Einerseits ist die Kugel nett anzusehen, aber mir stellt sich die Frage, wie groß der Abstand zwischen mehreren Kugeln sein sollte bei „Mehrkugel“-Betrieb? Ist der Einspareffekt im Vergleich zur blossen Flachlandkultur wirklich so dramatisch, oder geht durch die Zwischenräume zwischen den Kugeln nicht wieder so viel Anbaufläche verloren, dass der Anbau auf diese Art keine Kostenvorteile bringt. Außerdem muss beim „Mehrkugel“-Betrieb darauf geachtet werden, wieviel Licht die einzelnen Ebenen dann abbekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.