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USA: Immunzellen gestresster Mäuse haben antidepressiven Effekt

Wissenschaftlern ist es gelungen das Leben einer Maus zu erweitern

Immunzellen haben antidepressiven Effekt.

Wissenschaftler des National Institute of Health in Maryland (USA) haben vor wenigen Tagen ein Paper im Journal of Neuroscience veröffentlicht, welches ein Experiment mit gestressten Mäusen dokumentiert. Forscher haben herausgefunden, dass die Immunzellen gestresster Mäuse einen antidepressiven Effekt auf andere Mäuse haben. Die Forscher haben Immunzellen einer gestressten Maus entnommen und diese im Anschluss ausgeglichenen Mäusen injiziert. Statt selbst gestresst oder depressiv zu werden zeigten die Mäuse ein erhöhtes Interesse an der Erforschung der Umgebung und eine Verbesserung des sozialen Verhaltens. Wie das Experiment genau ablief und wie Immunzellen gestresster Menschen zur Heilung von chronischem Stress oder sogar Depressionen beitragen könnte, erfahrt ihr in diesem Artikel bei uns auf Trends der Zukunft.

Immunzellen gestresster Mäuse haben antidepressiven Effekt

Das Injizieren einer Mischung von Immunzellen von chronisch gestressten Mäusen in andere Mäuse wirkt sich positiv auf die Stimmung und das Verhalten der Mäuse aus, hat ein Forscherteam des National Institute of Health in Maryland. Anstatt Anzeichen von Depression zu entwickeln, wurden die Mäuse tatsächlich sozialer und bekamen sogar einen Schub in dem Zellwachstum in den dazugehörigen Bereichen des Gehirns. Nach Ansicht der Forscher könnten diese überraschenden Ergebnisse möglicherweise dazu beitragen neue Wege zur Behandlung von Depressionen und bipolaren Störungen zu entwickeln.

Ablauf des Immunzellen-Stress Experiments in Maryland

Zellen des adaptiven Immunsystems halten Erinnerungen an frühere Infektionen fest um in Zukunft besser auf ähnliche Infektionen reagieren zu können. Die Forscher aus Maryland haben sich die Frage gestellt, ob diese Zellen auch Informationen über Stress speichern und somit die Stimmung der Betroffenen beeinflussen. Um diese Hypothese zu testen, haben Wissenschaftler des National Institute of Health in Maryland eine aggressive dominante Maus in den Käfig von männlichen Mäusen gesteckt. Zwei Wochen später entwickelten die gestressten, gemobbten Mäuse Depressions-ähnliche Symptome: Sie zogen sich zurück wurden ungesellig und desinteressiert in den Duft von weiblichen Mäusen. Anschließend entnahmen die Forscher adaptive Immunzellen von den gestressten Mäusen und injizierten diese in unbelastete Kontrollmäusen. Die Erwartungen waren, dass die gestressten Mäuse ähnliche depressive Symptome wie die gestressten Mäusen aufweisen würden, aber in Wirklichkeit wurde genau das Gegenteil beobachtet. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, wurde diese behandelten Mäuse weniger ängstlich, umgänglicher und sogar das Lernverhalten wurde verbessert. Fast alle behandelten Mäuse zeigten mehr oder weniger eine komplette Persönlichkeitsveränderung. Ob diese Ergebnisse auch bei Menschen so gelten, das wollen die Forscher in Maryland in den nächsten Monaten herausfinden.

Video zum Thema: The Truth about Depressions

Quelle: New Scientist

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