Sieht schmerzhaft aus, ist es wahrscheinlich auch, zumindest am Anfang: Auf der Cyborg Messe in Düsseldorf haben sich drei Menschen LEDs in die Handrücken implantieren lassen. Ein erster Schritt, selbst zum Cyborg zu werden?


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Implantierte LEDs auf der Cyborg Messe / Foto: Ryan O’Shea/Grindhouse Wetware

Grindhouse Wetware: Science Fiction soll Wirklichkeit werden

Cyborgs sind Mischwesen, sie bestehen zu einem Teil aus lebendigen Zellen und zum anderen Teil aus Maschinenelementen. Auf der Düsseldorfer Cyborg Messe gab es nun Gelegenheit, selbst den ersten Verwandlungsschritt in diese Richtung zu wagen, den drei Personen tatsächlich wahrnahmen. Sie ließen sich in einer 15-minütigen OP jeweils eine LED-Scheibe, genannnt »Northstar V1« unter die Haut schieben, Ausführender war der Swedische Tattoo-Künstler Jowan Österlund. Das Licht lässt sich mit einem Magneten aktivieren. Erfunden hat dieses Produkt Grindhouse Wetware, eine Gruppe Ingenieure, Programmierer und Enthusiasten, die den Zündfunken für die Entwicklung am Körper tragbarer Technologie geben wollen. Dazu gehört natürlich ein guter Schuss Punk Ethos mit Hang zur Körpermodifikation. So soll Science Fiction zur Wirklichkeit werden.

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Wird der Cyborg Wirklichkeit?

Mehr als nur Cyborg-Ästhetik?

Doch was nützen diese LEDs in der Hand eigentlich? Grindhouse Wetware setzt nach eigener Aussage mehr auf Leidenschaft als auf strenge Wissenschaft. Dementsprechend müssen die implantierten LEDs zunächst auch keinen anderen als einen ästhetischen Zweck erfüllen. Allerdings haben die Biohacker für die Zukunft noch andere Verwendungszwecke im Sinn, die aber aktuell noch nicht gegeben sind. Das Messen biometrischer Daten durch implantierte Technologie wäre ein Beispiel hierfür, aber auch die Weiterentwicklung des Northstar V1 Chips zu einem wiederaufladbaren Modell, das Gesten versteht und mit Bluetooth ausgestattet ist. Damit ließen sich dann verschiedene elektronische Geräte mit Handbewegungen kontrollieren. Mit verschiedenen Mustern und Farben für die LEDs wäre für die ästhetische Abwechselung gesorgt. Nach Grindhouse ist dies nur ein erster Schritt in Richtung einer höheren Biologie, eine Chance, Computer und Menschen eng miteinander zu verbinden. Die Zukunftstechnologie soll nach ihren Vorstellungen preiswert und möglichst einfach erhältlich sein. Wer will also als nächster in den OP?


Quelle: iflscience.com

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